Autofahrer rast in Menschengruppe

Plötzlich heulte der Motor. Es blieb keine Zeit, auszuweichen. Menschen wurden wie Puppen durch die Luft geschleudert. Dann kam der Fahrer zum zweiten Mal zurück. Eine Szene wie aus einem Albtraum spielte sich gestern in einem der beliebtesten Urlaubsländer Europas ab.

Die Polizei ermittelt noch zum genauen Tathergang. Erste erschütternde Details werden jetzt bekannt.

Angriff war vorsätzlich
Laut Berichten lokaler Medien beschleunigte ein 73-jähriger Mann am gestrigen Samstagmorgen auf einer Landstraße in Lanzo Torinese im Nordwesten Italiens und fuhr in eine Gruppe von Radfahrern hinein. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Angriff vollkommen vorsätzlich war.

Den Ermittlern zufolge war der Autofahrer der Ansicht, dass die Gruppe von sechs Rennradfahrern zu viel Platz auf der Straße einnahm. Als er an ihnen vorbeifuhr, machte er seinem Ärger durch lautes Hupen Luft. Einige der Radfahrer reagierten darauf ihrerseits mit „heftigen Gesten“. Daraufhin bremste der Autofahrer scharf, legte den Rückwärtsgang ein und raste in die Gruppe hinein.

Autofahrer machte zweiten Versuch
Der Fahrer soll sich daraufhin noch einmal gewendet haben, um einen weiteren Versuch zu machen, in die Gruppe hineinzufahren. Vier der Radfahrer wurden von dem Fahrzeug erfasst. Zwei wurden schwer verletzt und mussten per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Einer erlitt mehrere Knochenbrüche – darunter einen Oberschenkelbruch und einen offenen Bruch am linken Bein – sowie Verletzungen an Brust und Gesicht. Der andere wurde wegen eines schweren Traumas an der Schulter behandelt.

Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung
Der Autofahrer floh vom Unfallort. Später am Tag stellte er sich der Polizei. Gegen ihn wird nun wegen schwerer Körperverletzung und versuchter Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Die Polizei führt derzeit Drogen- und Alkoholtests durch. Ein weiteres Motiv wurde bislang nicht genannt. Der Fahrer soll in der nahegelegenen kleinen Bergstadt Coassolo wohnhaft sein.

Die malerische Landschaft nördlich von Turin ist bei Rennradfahrern sehr beliebt: Die Strecke bietet einen herausfordernden Anstieg in Richtung Berge und belohnt mit spektakulären Ausblicken. Vor allem an Wochenenden kann es in der Gegend jedoch sehr voll mit Amateursportlern werden, sodass von allen Verkehrsteilnehmern oft große Vorsicht und Geduld gefordert sind.

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  • Der hatte einen HASS auf Radfahrer, die Ihm als Hindernis auf der Straße den Fahrweg versperrten! Oder wieder polizeilich bekannt alkoholisiert,Drogen, Terrorist und physisch krank, was haben solche Autofahrer im Strassenverkehr zu suchen? Aber wer kann das kontrollieren?

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Oskar Herbert