

Es war eine Szene wie aus einem schrecklichen, tödlichen Albtraum: Autos wurden zerschmettert und wie Spielzeug beiseite geschleudert, als das Flugzeug unaufhaltsam herunterkam.
Das verheerende Unglück ereignete sich in Prince George, einer Stadt in der kanadischen Provinz British Columbia. „Es war absolut unglaublich. So etwas sieht man sonst nur in Filmen“, beschreibt ein Augenzeuge. Er war gerade auf dem Weg zur Arbeit, als er plötzlich ein Flugzeug auf sich zukommen sah. Wie er berichtet, versuchte er, zur Seite auszuweichen, um ihm aus dem Weg zu kommen, doch es war bereits zu spät. Dann streifte der Flügel des Flugzeugs sein Auto und riss das Dach ab. Glas und Metall flogen überall herum, und er erlitt mehrere Schnittwunden und Prellungen. Wie viel Glück er gehabt hatte, wurde jedoch erst im Nachhinein deutlich.
Flugzeug hinterlässt Spur der Verwüstung
Als sein Fahrzeug zum Stillstand kam, stellte er fest, dass die Wucht der Kollision nicht nur das Dach zertrümmert hatte, sondern auch eine dicke Metallstange durch sein Auto getrieben hatte – direkt durch den Fahrersitz hindurch – sie muss ihn nur um Haaresbreite verfehlt haben. Bilder der Unfallstelle in Berichten lokaler Medien zeigen schwer beschädigte Autos, die im Graben und am Straßenrand liegen. Das Flugzeug – eine zweimotorige Beech King Air 200 – kollidierte bei seiner Notlandung mit vier Autos. In einem davon saß eine junge Mutter am Steuer, mit ihrer kleinen Tochter auf dem Rücksitz. Leider überlebte die Frau das Unglück nicht. Sie hinterlässt einen Ehemann und zwei kleine Kinder.
Luftfahrtexperte fügt wichtiges Detail hinzu
Nach Angaben des Transportation Safety Board (TSB) war das Flugzeug auf dem Weg zum Prince George International Airport, als es zu einer Notlandung gezwungen wurde, nachdem eines seiner Triebwerke an Leistung verloren hatte. Inmitten von Wald und Wohnhäusern war die Straße für den Piloten die beste Option, um eine Landung zu versuchen, erklärte ein Luftfahrtexperte gegenüber der kanadischen Nachrichtenagentur CBC. Er konnte nur hoffen, dass „der Verkehr nicht allzu dicht“ sei. Dennoch sei es laut dem Experten „rätselhaft“, dass das Flugzeug nicht in der Luft bleiben konnte, wenn das zweite Triebwerk noch funktionierte. „Ein zweimotoriges Flugzeug wie dieses sollte den Flug aufrechterhalten können“, sagte er und fügte hinzu, dass möglicherweise andere Umstände die Landung erzwungen hätten.
Offizielle Ermittlungen sind im Gange
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich acht Personen an Bord des Flugzeugs. Wie durch ein Wunder wurde keiner von ihnen verletzt. Alex G. wird jedoch nie wieder zu ihrer Familie zurückkehren. Die Umstände der Tragödie werden nun im Rahmen einer offiziellen Untersuchung ermittelt.