Schock und Trauer unter den Verbrauchern: Geliebte Ladenkette steht vor dem Aus

Filialen in so vielen Einkaufsstraßen in so vielen Städten: Ein Schaufenster, in das fast jeder (vielleicht in jüngeren Jahren) schon einmal sehnsüchtig hineingeschaut hat. Aber leider konnte all seine Popularität während seiner langen Geschichte diesen großen Einzelhändler nicht vor der Insolvenz retten.

Für die deutsche Wirtschaft scheint es noch wenig Entspannung zu geben: Täglich gehen weiterhin Unternehmen in die Pleite, und das neue Jahr unterscheidet sich nicht vom alten. Nachdenklich macht, dass es so viele bekannte Namen zu betreffen scheint – Geschäfte, in denen man früher oft eingekauft hat. Aber… wann waren Sie das letzte Mal dort?

Beliebter Einzelhändler in finanzieller Notlage
Auch in diesem Fall ist es so: Es handelt sich um einen der größten Fachhändler Deutschlands seiner Art – eine Erfolgsgeschichte, auf die jeder stolz sein könnte – aber das ist nun vorbei: Der einst so beliebte Spielwarenhändler ROFU Kinderland befindet sich in einer finanziellen Notlage. Über 100 Filialen in 7 Bundesländern mit über 2000 Mitarbeitern sind betroffen.

Die Geschichte ist leider nur allzu bekannt: ROFU Kinderland leidet unter steigenden Kosten in allen Bereichen. Und die Kunden kommen nicht mehr so zahlreich wie früher – „anhaltende Konsumzurückhaltung“ lautet es im Insolvenzantrag. Wie so viele Einzelhändler mit einer großen Anzahl von stationären Geschäften spürt auch ROFU Kinderland die Konkurrenz durch die riesigen Online-Verkaufsplattformen. Alle Hoffnungen der Geschäftsführung, dass sich der Umsatz vor Weihnachten noch einmal beleben würde, wurden enttäuscht.

Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst unverändert weiter
Das seit seiner Gründung in Familienbesitz befindliche Unternehmen hat noch nicht aufgegeben. Der Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Idar-Oberstein gestellt: Angestrebt wird ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Zu diesem Zweck hat das Gericht eine vorläufige Sachverwalterin bestellt, die den Prozess überwacht und sicherstellt, dass die Interessen der Gläubiger gewahrt bleiben.

Für ROFU Kinderland bringt die Insolvenz eine kleine Atempause: Zumindest sind die Löhne der Mitarbeiter nun für die nächsten drei Monate gesichert. Vorerst soll der Geschäftsbetrieb in den Filialen und im Online-Shop wie gewohnt weiterlaufen. Hinter den Kulissen sind jedoch große Veränderungen geplant, eine wirtschaftliche und strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens. Was genau dies beinhalten wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Über 40 Jahre ROFU Kinderland
Für die Verbraucher bedeutet all dies jedoch, dass ein weiteres geliebtes Unternehmen zu verschwinden droht. Eberhard Fuchs gründete seine Spielwaren-Firma vor 62 Jahren: Benannt nach seinem Vater Robert Fuchs, wuchs das Unternehmen schnell: So belieferte Fuchs schließlich SB-Markt-Ketten wie Rewe, Grosso, Toom und Tengelmann bundesweit mit aktuellsten Spielwaren. 1984 gründete er das erste „ROFU Kinderland“ in Birkenfeld. Seitdem ist die Kette gewachsen und aus vielen Einkaufsstraßen nicht mehr wegzudenken – 2023 wurde die 100. Filiale eröffnet. Es bleibt zu hoffen, dass es dem Unternehmen gelingt, seine derzeitigen Schwierigkeiten zu überwinden.

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  • Superlative über Superlative!
    Kann leider nicht mittrauern, weil mir das angeblich so bekannte Unternehmen gänzlich unbekannt ist.
    Das "bedeutenste" (so vermutlich die eigene Überzeugung) Nachrichten-Portal BREAKING NEWS scheint vor allem Meister im Übertreiben zu sein.

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