Wie bei Covid: Killer-Virus führt zu Reiseeinschränkungen

Eine als „Killer-Virus“ titulierte Erkrankung sorgt für Alarmbereitschaft. Erste Länder machen bereits ihre Grenzen für alle dicht, die aus Risikogebieten kommen und keine Gesundheitserklärungen abgeben wollen.

Das Nipah-Virus geht in Indien um. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm, weil die Sterblichkeitsrate mit 40 bis 75 Prozent vergleichsweise hoch ist. Das Virus habe das Potenzial, eine Epidemie auszulösen, so heißt es. Der eigentliche Wirt sind Flughunde, doch andere Tiere und Menschen können sich anstecken. Weder ein Impfstoff noch eine wirksame Behandlung sind bekannt.

Kontrollen an Flughäfen
Mehrere südostasiatische Länder reagierten auf den Ausbruch im indischen Bundesstaat Westbengalen, indem sie ihre Kontrollen für Einreisende verschärfen. So will etwa Singapur am Flughafen Fiebermessungen bei Passagieren aus den betroffenen Gebieten durchführen, wie die Seuchenschutzbehörde erklärte. Zudem werde die Überwachung neu angekommener Wanderarbeiter aus Südasien verstärkt. Die Behörde kündigte zudem eine globale Plattform an, über die Länder die Genomsequenzierung von entdeckten Fällen melden könnten.

Thailand und Malaysia alarmiert
Das thailändische Gesundheitsministerium wird Flugzeugen aus Gebieten mit Nipah-Ausbrüchen spezielle Parkpositionen zuweisen und von den Passagieren vor der Einreise Gesundheitserklärungen verlangen. Das Gesundheitsministerium in Malaysia trifft Vorsorge durch verstärkte Gesundheitskontrollen an den internationalen Grenzübergängen. 

In Japan riefen die Gesundheitsbehörden zur Vorsicht auf. An Flughäfen stehen bereits Thermoscanner. Reisende aus betroffenen Regionen mit typischen Symptomen wie Fieber oder Atembeschwerden werden durch den Quarantänedienst befragt. 

China beschwichtigt
In China wiederum beschwichtigen die Staatsmedien und gaben bekannt, dass von dem Virusausbruch in Indien aktuell keine besondere Gefahr für das Land ausgehe. Dennoch wurde zu erhöhter Wachsamkeit geraten, insbesondere für Reisende aus betroffenen Regionen. Es gibt Bedenken vor der bevorstehenden großen Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar.

Keine infizierten Kontaktpersonen
In Indien wurden seit Dezember zwei Infektionen nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag bestätigte. Das Ministerium warnte aber auch vor „spekulativen und falschen Zahlen“, die angeblich kursieren. Von den 196 Kontaktpersonen der Infizierten zeige keine einzige Symptome, und alle seien negativ auf das Virus getestet worden. 

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Martin Beier