20 Tote nach Terroranschlag auf internationalen Flughafen

Ein Schockzustand herrscht nach einem grausamen Terroranschlag auf den internationalen Flughafen Niamey im westafrikanischen Staat Niger. Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) attackierte den Flughafen, 20 Menschen kamen ums Leben.

Im Niger sorgen die Terroristen des sogenannten Islamischen Staats für Angst und Schrecken. In der Nacht zum Donnerstag attackierte die Gruppe den Flughafen der Hauptstadt Niamey. 20 Angreifer kamen bei den rund eine Stunde dauernden Kämpfen Leben, vier Soldaten der Armee wurden verletzt.

Galt Angriff einer Sondereinheit?
Der Flughafen ist gleichzeitig der Hauptsitz einer Sondereinheit, die der Niger gemeinsam mit Mali und Burkina Faso zur Bekämpfung radikalislamischer Terroristen gegründet hatte. Zu ihr gehören 5.000 Soldaten.

Fokus sonst eher auf Landbevölkerung
Angriffe in der Hauptstadt Niamey gelten als ungewöhnlich, meist wird eher in ländlichen Gegenden zugeschlagen. So drangen etwa bewaffnete Angreifer vor zwei Wochen in das Dorf Bosiye nahe den Grenzen zu Burkina Faso und Mali ein und ermordeten 30 Zivilisten. Eine örtliche Studentenvereinigung nannte den Angriff eine „abscheuliche und barbarische Tat“.

Terroristen wüten seit zehn Jahren
Bereits seit etwa zehn Jahren ist das westafrikanische Land mit tödlicher Gewalt durch Dschihadistengruppen konfrontiert. Sie stehen entweder mit Al Kaida oder der Miliz Islamischer Dschihad in Verbindung. Besonders viele Anschläge werden in der Regel auf das Dreiländereck Niger – Mali – Burkina Faso verübt. Im Jahr 2025 starben alleine rund 2000 Menschen im Niger durch die Gewalt, wie Daten der Nichtregierungsorganisation ACLED zeigen.

Als Reaktion auf den Anschlag am Flughafen forderten die USA einen Teil ihrer Mitarbeiter zur Ausreise auf. „Aufgrund von Sicherheitsrisiken“ sollten alle nicht unbedingt  vor Ort benötigten Mitarbeiter und deren Familien das Land verlassen, so das US-Außenministerium.

Bundeswehr zog sich zurück
Seit das Militär im Niger im Juli 2023 den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum stürzte, wandte sich das Land wie andere Länder in der Region auch verstärkt Russland zu und forderte westliche Truppen auf, das Land zu verlassen. Die französische Armee, die US-Armee und die Bundeswehr zogen sich daraufhin aus dem Niger zurück.

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Martin Beier