

Kaum ein Bundeskanzler war je so unbeliebt wie Friedrich Merz. Obwohl auch Altkanzlerin Angela Merkel, die immerhin 16 Jahre das Land regiert hat, im Nachhinein starker Kritik für besonders ihre Einwanderungspolitik ausgesetzt ist, sehnen sich viele nach den einigermaßen stabilen Verhältnissen unter ihrer Leitung zurück. Das will sich Gerüchten nach ausgerechnet die Partei der Grünen jetzt zunutze machen, denn diese will Angela Merkel jetzt zurückholen. Wenn es nach den Grünen geht, soll Merkel nämlich die Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden, wenn dieser im Jahr 2027 sein Amt verlässt.
Mehrere Kandidaten
Nach dem Wunsch der CDU und von Merz soll nämlich der nächste Bundespräsident eine Bundespräsidentin sein. Dabei wurden bisher Bildungsministerin Karin Prien (CDU), die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) als Favoritinnen gehandelt. Letztgenannte ist allerdings sehr unbeliebt bei der SPD und den Grünen. Deshalb soll laut einer Meldung in der „Bild“ Merkels Kandidatur ins Spiel gebracht werden. Die Altkanzlerin hatte sich im Jahre 2021 aus der Politik herausgezogen und pensionieren lassen. Schon während ihrer Regierungszeit hat sich herauskristallisiert, dass zwischen Merkel und ihrem Parteigenossen und jetzigen Bundeskanzler kein gutes Blut herrschte. Ihre jahrzehntelange politische Feindschaft konnten sie gegen Ende der Regierungszeit Merkels nicht einmal mehr öffentlich verbergen. Merkel als Bundespräsidentin wäre deshalb ein weiterer Schlag gegen den ohnehin angeschlagenen Kanzler.
Merkel dementiert
Bisher hat Angela Merkel allerdings zurückgewiesen, dass sie Ambitionen hat, in die Führungsspitze der deutschen Politik zurückzukehren. Merkels Pressesprecherin nannte die Gerüchte auf Anfrage des Tagesspiegels „abwegig“. Nach deutschem Wahlrecht muss die Bundespräsidentenwahl durch die Bundesversammlung spätestens am 16. Februar 2027 stattfinden, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die nächsten Monate wird sich dann zeigen, ob Merkel nicht doch ihre Meinung ändert und Deutschlands 13. Bundespräsident:in wird.
Foto: Angela Merkel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Bloß nicht! "Wir schaffen das" war schlimm genug.
Die soll bleiben, wo sie ist!
All die Probleme, die wir heute haben, Infrastruktur, Asyl & Migration, Energie,........,
stammen doch aus ihrer langen Regierungszeit.
Und wenn jemand dann heute noch sagt: Ich würde heute genauso entscheiden wie 2015,
dann muß ich an dieser Person zweifeln.
Diese Person hat in der Politik nichts mehr zu suchen!!
Zitat aus Ihrer Nachricht: "Kaum ein Bundeskanzler war je so unbeliebt wie Friedrich Merz. " (Zitatende)
Ob das wirklich so stimmt?