Bundesnetzagentur warnt vor gefährlicher Post

Solarpanels werden wieder zunehmend beliebter in Deutschland und zurzeit befinden sich rund 5,7 Photovoltaikanlagen über das ganze Land verteilt. Diese tragen mit 16,8 Prozent beträchtlich zu der deutschen Stromversorgung bei und reduzieren in vielen Haushalten die Stromrechnung. Die große Anzahl von Solaranlagen auf deutschen Dächern und Balkons gibt natürlich auch Betrügern einen Anlass, nach Möglichkeit auf perfide Art und Weise Geld aus den Taschen von Photovoltaik-Besitzern zu ziehen. Jetzt sieht sich die Bundesnetzagentur, die für die Regulierung des deutschen Energienetzwerks verantwortlich ist, dazu gezwungen, eine Warnung vor einem großangelegten Betrug zu veröffentlichen. Dabei dreht es sich um einen Drohbrief, der täuschend echt aussieht und zurzeit in zigtausenden Haushalten in den Briefkasten flattert. 

Richtiges Logo, falscher Absender  

Der Brief trägt das Logo der Bundesnetzagentur und fordert den Empfänger auf, Geld sowie persönliche Angaben zu übermitteln. Dabei weisen die Betrüger auf einen fiktiven Mangel bei der Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) hin, der dem Photovoltaikanlagen-Besitzer zu Lasten gelegt wird. Das Schreiben droht nicht nur mit der Einleitung eines Gerichtsverfahrens, sondern fordert auch eine Gebühr von 41,60 Euro, die innerhalb von 14 Tagen gezahlt werden muss. Weiterhin soll die angeblich betroffene Anlage nachträglich registriert und eine EEG-Jahresmeldung an eine angegebene E-Mail-Adresse geschickt werden. Die falsche Jahresmeldung verlangt weitere persönliche Angaben, darunter die IBAN-Nummer. Die Bundesnetzagentur warnt jetzt ausdrücklich davor, den Forderungen in dem Betrügerschreiben Folge zu leisten.

Unterschrift fehlt 

Laut der Bundesnetzagentur gibt es mehrere Hinweise in dem Brief, die diesen als Fälschung entlarven. Zum einen wird als Absender eine Außenstelle „Sömmerda“ angegeben, die nicht existiert. Zum anderen sind die Telefonnummern in Bonn, die der Brief als Kontaktmöglichkeit angibt, fehlerhaft und haben die falsche Vorwahl. Außerdem weist die Agentur darauf hin, dass der offizielle Schriftverkehr der staatlichen Stelle über E-Mail mit der Adresse @bundesnetzagentur.de endet und nicht mit @mail.de. Zu allem Überfluss haben die Betrüger auch noch vergessen, den Brief zu unterschreiben. Wer den Brief bereits erhalten hat, wird gebeten, Anzeige bei der örtlichen Polizeistelle zu erstatten, damit man auch andere Haushalte in der Region über die Betrugsmasche informieren kann.  

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Alexander Grünstedt