

Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal hat Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) ein Versagen des Staates eingeräumt und sich bei den Betroffenen entschuldigt.
Bei der Gedenkveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler sagte Schnieder am Dienstag, der Staat habe sein Versprechen, die Bürger zu schützen, nicht eingehalten. „Es war Fehlbarkeit, die dazu führte, dass das Ahrtal nicht auf diese Flutkatastrophe vorbereitet war“, so der Ministerpräsident. Er versprach, die Region weiterhin zu unterstützen, sowohl bei psychosozialen Hilfen als auch beim sichtbaren Wiederaufbau.
Gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) informierte sich Schnieder im Kurpark über den Stand des Wiederaufbaus und sprach mit jungen Ehrenamtlichen sowie Gewerbetreibenden. Bei der anschließenden öffentlichen Gedenkveranstaltung gedachten sie der 136 Todesopfer in Rheinland-Pfalz. Bundeskanzler Merz würdigte die bedingungslose Hilfsbereitschaft und das stärkende Miteinander, das die Katastrophe hervorgebracht habe. „In Deutschland reichen wir uns die Hände zur Hilfe – und gehen gemeinsam nach vorne“, so Merz.
Bürgermeister Pascal Rowald eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort und einer Gedenkminute. Er zeigte sich dankbar für die anhaltende Unterstützung von Kreis, Land und Bund. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Bätzing-Lichtenthäler würdigte die Rettungskräfte als „wahre Helden dieser Flut“. Wiederaufbaubeauftragte Vanessa Fischer zog eine positive Zwischenbilanz: Brücken seien wieder befahrbar, Häuser neu errichtet und Betriebe zurück am Markt. „Wir bauen nicht nur wieder auf, wir bauen ein Ahrtal, das für die Zukunft gerüstet ist“, sagte Fischer.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Gordon Schnieder , via dts Nachrichtenagentur