Experte sieht Hinweise auf Einfluss Teherans auf Netzwerk Hayi

Der Sicherheitsexperte Peter Neumann sieht bei dem pro-iranischen Netzwerk Hayi Hinweise auf eine Beauftragung durch das Regime in Teheran.

„Es gibt mehrere Hinweise auf eine iranische Steuerung“, sagte der Professor am Londoner King`s College der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Die Gruppe wurde erst nach Beginn des Iran-Krieges sichtbar aktiv und agiert in diesem Kontext. Die Zielauswahl passt zu iranischen Feindbildern: Angriffe auf jüdische Communities, israelische Ziele, US-Firmen sowie die iranische Opposition.“

Auch der Operationsmodus passe zum bekannten Muster der iranischen Revolutionsgarden aus vergangenen Anschlägen, so Neumann. „Typisch dabei ist die Rekrutierung von Tätern aus dem kriminellen Milieu, teils online über Snapchat. Diese Personen haben oft keine ideologische Nähe zum Iran und werden für die Taten bezahlt“, erklärte er. „Teheran kann somit eine Beteiligung abstreiten. Es gibt nicht den `rauchenden Colt` als Beweis.“

Zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor einer neuen Eskalationsstufe bei der pro-iranischen Terrorgruppe HAYI in Europa gewarnt.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Peter R. Neumann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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