Mehrere mutmaßliche IS-Mitglieder in Sachsen festgenommen

In Chemnitz, Leipzig und Plauen sind drei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ festgenommen worden. Das teilte das Landeskriminalamt am Donnerstagvormittag mit. Den Beschuldigten, irakischen Staatsbürgern im Alter von 26, 40 und 43 Jahren, wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen.

Die beiden älteren Männer wurden am Mittwoch in Chemnitz und Leipzig durch das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum (PTAZ) festgenommen, nachdem das Oberlandesgericht Dresden Haftbefehl erlassen hatte. Bei Durchsuchungen ihrer Wohnungen wurden zehn Mobiltelefone, zwei Laptops, zwei Tablets und diverse Speichermedien sichergestellt. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2014 und 2016 als Kämpfer für den IS tätig gewesen und dafür Geld erhalten zu haben.

Bereits am 24. März war der 26-Jährige in Plauen festgenommen worden, gegen den ebenfalls ein Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden vorlag. Auch hier wurden technische Asservate beschlagnahmt. Ihm wird eine Tätigkeit als Kämpfer für den IS zwischen Januar 2016 und Mai 2017 zur Last gelegt. Die Ermittlungen der Zentralstelle Extremismus Sachsen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger, dauern an.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Festnahme mit Handschellen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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