Minister: Leitstellen-Entscheidung führte zu Zugunglück in Spanien

Nach dem schweren Zugunglück in der Nähe von Toledo mit zahlreichen Toten hat der spanische Verkehrsminister Oscar Puente eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung der Bahnleitstelle als Ursache genannt.

Puente sagte am Mittwochnachmittag, dass ein Computerausfall dazu geführt hatte, dass sechs fahrende Züge zunächst zum Stillstand kamen, darunter auch die beiden Züge, die anschließend zusammenstießen. Demnach übernimmt im Falle eines Systemausfalls die Leitstelle die Kontrolle. Diese habe „unter unerklärlichen Umständen“ beschlossen, die Züge wieder ohne Geschwindigkeitsbegrenzung fahren zu lassen.

Bei dem Unglück waren am Mittwochmorgen kurz vor 9 Uhr zwei Hochgeschwindigkeitszüge, ein AVE von Renfe und ein Zug der Firma Iryo, kollidiert. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla, als der AVE auf den stehenden Iryo-Zug auffuhr. Nach jüngsten Angaben kamen mindestens 64 Menschen dabei ums Leben und mehr als 179 Menschen wurden verletzt. Die Rettungsarbeiten dauerten am Nachmittag weiter an.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Spanische Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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