

Am Neujahrstag (1. Januar) kam es auf einem Sportplatz im Potsdamer Stadtteil Am Stern zu einem schweren Unfall, bei dem ein 12‑jähriger Junge lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Der Junge hatte auf dem Gelände einen pyrotechnischen Gegenstand entdeckt und versuchte, diesen mit einem Feuerzeug zu entzünden. Kurz darauf kam es zu einer Explosion, die dramatische Folgen hatte. Der Junge verlor mehrere Finger seiner rechten Hand, die weitgehend abgerissen wurden. Auch seine linke Hand und sein Gesicht wurden schwer verletzt, und er erlitt tiefe Wunden am Bauch und Unterleib sowie Verbrennungen an Augen und Ohren.
Sofort nach der Explosion eilten Zeugen zu Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Der Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn gebracht, wo er notoperiert wurde. Nach Angaben der Klinik befindet sich der Junge inzwischen außer Lebensgefahr, jedoch wird er weiterhin behandelt und benötigt weitere Operationen. Der 13‑jährige Freund des Jungen, der mit ihm auf dem Sportplatz war, blieb unverletzt.
Die Polizei hat vor Ort Fragmente des explodierten Objekts sichergestellt und die Ermittlungen aufgenommen. Es wird vermutet, dass der pyrotechnische Gegenstand möglicherweise eine Kugelbombe oder ein ähnlicher illegaler Feuerwerkskörper war. Kugelbomben sind in Deutschland nur für zertifizierte Pyrotechniker zugelassen und dürfen von Laien nicht verwendet werden. Die Polizei prüft nun, ob das Objekt aus der Silvesternacht stammte.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Unfälle ein, bei denen Kinder durch illegale Feuerwerkskörper verletzt wurden. Schon im vergangenen Jahr wurde ein siebenjähriger Junge in Berlin-Tegel bei einer Explosion schwer verletzt. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Pyrotechnik und zur Aufklärung von Kindern im Umgang mit Feuerwerkskörpern auf. Auch werden immer wieder Stimmen laut, die sich angesichts solcher Dramen für ein gänzliches Verbot von Feuerwerkskörpern in Deutschland aussprechen.