380 000 Haushalte verlieren Strom im Unwetter

In Deutschland ist es heute teilweise zu einem vollständigen Stillstand gekommen. In einer Vielzahl von Städten und Landkreisen wurden Straßen gesperrt, Züge eingestellt, und Schulen geschlossen. Auch für heute Nacht werden weitere starke Windböen und neue Schneefälle in weiten Teilen des Landes erwartet, bevor Sturmtief „Elli“ abschwächt und die Temperaturen wieder leicht ansteigen. Neben unzähligen Verletzten, die aufgrund des Glatteises ärztliche Hilfe benötigten, kam es auch zu zwei Toten. Gestern wurde ein 86-Jähriger in Baden-Württemberg von einem Streufahrzeug erfasst und tödlich verletzt. In Niedersachsen verlor ein Autofahrer auf eisglatten Straßen die Gewalt über sein Fahrzeug und stieß mit einem Baum zusammen. Auch er konnte nur tot geborgen werden. Im Rest von Europa verschärfte sich ebenfalls die Wetterlage. Im benachbarten Frankreich kam es sogar zu einem massiven Blackout. 

Windstärke von 200 Kilometer pro Stunde 

Im Nordwesten Frankreichs wütet seit gestern der Sturm „Goretti“, der das Land mit enormen Böen von bis zu 200 Kilometern pro Stunde überzog und auf den Straßen zu Chaos führte. Auch die Stromversorgung wurde beeinträchtigt und 380 000 Haushalte standen ohne Strom da. Die Fläche der Verwüstung erstreckte sich von Paris bis in die Bretagne, Normandie, Elsass und nach Lothringen. Der gesamte Bereich wurde von den französischen Behörden unter Ausnahmezustand gesetzt. Schulen waren geschlossen, Züge eingestellt und die Mitbürger wurden dazu aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen kam es neben dem massiven Stromausfall zu keinen weiteren Vorfällen und die Rettungsdienste berichten von nur sechs Leichtverletzten.Auf der Spitze des Eiffelturms wurde eine Windgeschwindigkeit von 157 Kilometern pro Stunde gemessen, während die Küstenregion in der Bretagne von 13 Meter hohen Wellen gebeutelt wurde. 

Großbritannien lahmgelegt 

Auch das Inselreich im Atlantik wurde nicht von den Stürmen verschont. Dort verloren 55 000 Haushalte ihren Strom und eine äußerst seltene „Lebensgefahr-Sturmwarnung“ wurde in Kraft gesetzt. Der Sturm wütete besonders schlimm im Südwesten des Landes und in der Küstenregion von Wales. Die Briten berichten von enormen Sachschäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur, aber auch hier kam es aufgrund des frühen Warnsystems und der Sicherheitsmaßnahmen bisher nicht zu nennenswerten Personenschäden.

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Alexander Grünstedt