Ab nächstem Jahr: Grundlegende Änderungen beim Briefversand

In Deutschland werden immer weniger Briefe verschickt. Jedes Jahr sinkt der Versand von herkömmlichen Briefen um etwa 900 Millionen und die Tendenz geht weiter nach unten. Der Paketversand aber blüht und jährlich kann die DHL einen Anstieg von über 10 Prozent verzeichnen. Um dem wechselnden Bedarf nachzukommen, und gleichzeitig auch mehr Geld herauszuholen, stellt die Deutsche Post den Brief- und Paketversand ab Januar 2027 um. Besonders ein Format wird künftig nicht mehr für den Briefversand erhältlich sein. Um zu verhindern, dass schmalere Verkaufsgüter weiterhin im herkömmlichen Briefversand landen können, verändert die Deutsche Post die zugelassene Größe des Maxi-Briefumschlags. 

Nur noch Briefe und Dokumente 

Laut der neuen Größentabelle für Briefumschläge, die ab Januar 2027 gültig wird, darf der sogenannte Maxiumschlag nur noch 3 Zentimeter hoch sein. Bisher waren es noch 5 Zentimeter. Dickere Gegenstände dürfen dann nicht mehr als Brief verschickt werden, sondern landen im Paketversand, der nicht nur teurer sein wird, sondern oft auch eine längere Versandzeit beansprucht. Damit will die Post sicherstellen, dass Briefumschläge wirklich nur noch Briefe oder Dokumente enthalten. Auch die Möglichkeit, gegen einen Zuschlag doch dickere Briefe zu versenden, wird ab Januar nicht mehr möglich sein, denn die Sortiermaschinen der Post können diese aufgrund neuer Einstellungen nicht mehr handhaben.  

Saftige Preiserhöhung geplant

Gleichzeitig hat die Geschäftsleitung der Deutschen Post einen kräftigen Preisanstieg für Briefe und Postkarten ab nächstem Jahr angekündigt. Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor und sollen von der Bundesnetzagentur Ende des Jahres veröffentlicht werden. Die Deutsche Post betont dabei, dass die höheren Portogebühren nötig seien, um das Postwesen zu modernisieren. Hinzu kämen steigende Personalkosten, Inflation und der kontinuierliche Rückgang des Briefvolumens, die den Betrieb schwer belasten und der Post keine andere Wahl lassen, als die Preise „nennenswert“ zu erhöhen. Die erhofften zusätzlichen Einnahmen sollen gezielt in Logistik, Digitalisierung und Modernisierung investiert werden, um auch in Zukunft einen Versand per Post gewährleisten zu können. 

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Alexander Grünstedt