

Hunderttausende Bürger im ganzen Land erhalten derzeit unerwartete Post vom Bundesamt. Nicht wenige werden zunächst den Inhalt des Schreibens kaum glauben können, doch der Grund ist äußerst ernst: Menschenleben könnten in Gefahr sein.
Autobesitzer im ganzen Land fallen derzeit aus allen Wolken: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) informiert aktuell über zwei massive Rückrufaktionen, die Fahrzeuge betreffen, bei denen wir dies wohl am wenigsten erwarten würden.
Die Rede ist von BMW. Bekannt für seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, gilt BMW als Premiummarke, der die Menschen vertrauen. Derzeit stellen jedoch allein in diesem Land Hunderttausende Fahrzeuge eine ernsthafte Gefahr für alle dar, die sie fahren.
BMW: Mega-Rückruf wegen herumfliegender Metallteile
Wie so viele andere Automobilhersteller hat auch BMW viele Jahre lang Airbags des mittlerweile insolventen japanischen Herstellers Takata in seinen Fahrzeugen verwendet. Sie wurden weltweit in 1.450.760 BMWs verbaut, von denen laut KBA 374.891 auf deutschen Straßen unterwegs sind. Aufgrund eines Defekts im Gasgenerator besteht die Gefahr, dass diese Airbags bei einem Unfall explodieren, wodurch Teile des Gasgenerators und Metallfragmente im Innenraum herumfliegen und schwere Verletzungen verursachen können.
Die von der Rückrufaktion betroffenen BMWs wurden zwischen dem 2. Januar 2006 und dem 30. Juni 2015 gebaut und umfassen folgende Modellreihen:
Die Fahrzeughalter werden gebeten, einen Termin bei einer autorisierten Werkstatt zu vereinbaren, um die betroffenen Airbags austauschen zu lassen. Die Referenznummer für den Rückruf lautet 0032730300. Um zu überprüfen, ob das Schreiben, das Sie erhalten haben, echt ist – oder ob Ihr Fahrzeug betroffen ist, auch wenn Sie kein Schreiben erhalten haben –, können Sie Ihre 17-stellige Fahrgestellnummer (FIN) auf der BMW-Rückrufseite eingeben. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen darüber, welche Schritte als Nächstes erforderlich sind.
Achtung, Brandgefahr: Weiterer groß angelegter Rückruf
Doch auch BMWs, die erst vor kurzem auf die Straße gekommen sind, könnten eine lebensbedrohliche Gefahr für ihre Insassen darstellen: Wie der ADAC erklärt, könnte es bei rund 42.300 Fahrzeugen zu Metallabrieb im Starter-Relais kommen, was einen Kurzschluss im Magnetschalter verursachen könnte. Dies wiederum könnte zu einer Überhitzung des Starters führen, wodurch dieser in Brand geraten könnte. BMW warnt davor, Fahrzeuge mit laufendem Motor unbeaufsichtigt stehen zu lassen.
Betroffen sind folgende Modelle, die zwischen dem 31. Juli 2020 und dem 26. Februar 2026 gebaut wurden: 2er, 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, i3, X3, X4, X5, X6, X7 und Z4. Wie BMW mitteilt, muss bei diesen Fahrzeugen der Starter ausgetauscht werden, unter Umständen auch die Batterie. Wenn Sie ein Fahrzeug aus dem betroffenen Baujahr und der betroffenen Baureihe besitzen, sollten Sie die Fahrzeug-Identifizierungsnummer auf der BMW-Rückrufseite überprüfen. Anschließend sollten Sie unverzüglich einen Termin bei einer autorisierten Werkstatt vereinbaren. Das KBA hat diesem Rückruf die Referenznummer 16790R zugewiesen.