ADAC warnt: Dieser üble neue Betrug kostet Autofahrer teuer

Die Kosten für das Autofahren sind ohnehin schon himmelhoch. Das Letzte, was man jetzt braucht, ist ein Betrüger, der einem das Geld aus der Tasche zieht. Leider macht derzeit, wie der ADAC warnt, ein wirklich gemeiner Betrug die Runde: Und er nutzt die Schwierigkeiten aus, in denen sich viele Autofahrer aktuell befinden.

Die Kraftstoffpreise sind letzte Woche kurzzeitig gesunken, nur um dann wieder auf ein noch nie dagewesenes Hoch zu steigen: Benzin und Diesel sind nach wie vor nicht für unter 2 Euro pro Liter zu haben. Autofahrer sehen, wie ihr ganzes Geld in den Tank fließt. Viele sehnen sich verzweifelt nach Entlastung – und Betrüger wissen das nur zu gut.

Raffiniertes Gadget zum Spritsparen?
Verbessern Sie den Spritverbrauch Ihres Autos deutlich! Sparen Sie bis zu 15 Prozent! Das verspricht die Werbung. Angepriesen wird ein kleines Gerät, das in die OBD-Buchse (On-Board-Diagnose) im Fußraum des Autos gesteckt wird. Schließlich sind Autos heutzutage so stark computerisiert – dieses Gerät programmiert das Fahrzeug dann auf einen sparsameren Betrieb um. Der Kaufpreis liegt zwischen 10 und 40 Euro – mit dem Geld, das man damit sparen kann, ist das doch sicher eine lohnende Investition?

Ähm, nein, ganz und gar nicht. Laut ADAC, der in Zusammenarbeit mit dem Computermagazin „c’t“ einige Tests durchgeführt hat, verliert man damit nur sein Geld. Diese Geräte sind nämlich Betrug.

ADAC deckt die Wahrheit hinter den Spritsparsteckern auf
An die Buchse im Fußraum angeschlossen, leuchten sie lediglich auf. Für den Spritverbrauch Ihres Autos tun sie überhaupt nichts. Der ADAC erklärt, warum: Als man eines der Geräte, das „ecoOBD2“, auseinandergenommen hat, wurde schnell klar, dass darin keine Technologie steckt, die beim Spritsparen helfen könnte: Es enthielt lediglich einige Kabel zur Stromversorgung der Leuchtdioden, einen Knopf und einige andere Kontakte, die nicht einmal eingelötet waren. Ist das ecoOBD2 eingesteckt, blinkt es, um den Anschein zu erwecken, es funktioniere, doch in Wirklichkeit passiert überhaupt nichts. 10 oder sogar 40 Euro sind damit zum Fenster hinausgeworfen.

Wie so oft gilt: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.

So können Autofahrer wirklich Sprit sparen
Auf seiner Website gibt der ADAC mehrere nützliche Tipps zur Verbesserung des Spritverbrauchs Ihres Autos:
– Entfernen Sie unnötige Dachboxen
– Halten Sie den vom Hersteller empfohlenen Reifendruck ein: Reifen, deren Reifendruck um 10 Prozent zu niedrig ist, erhöhen den Spritverbrauch um bis zu 2 Prozent.
– Achten Sie beim Kauf neuer Reifen darauf, dass es sich um „Energiesparreifen“ handelt
– Achten Sie auf den richtigen Gang (bei etwa 2000 U/min hochschalten)
– Drücken Sie den „Eco“-Knopf!
– Gehen Sie sparsam mit Klimaanlage und Heizung um: Beide belasten die Fahrzeugsysteme und führen zu einem höheren Spritverbrauch.

Kommentare anzeigen

  • Normal fahren ist immer noch das Beste.
    Keine Höchstgeschwindigkeiten, nicht zu dicht auffahren.

  • "nicht zu dicht auffahren" ist physikalisch natürlich falsch. Zwei Fahrer, die Windschattenfahren nutzen, benötigen insgesamt weniger Energie, um eine bestimmte Strecke in einer gewissen Zeit zurückzulegen, als zwei Fahrer, die unabhängig voneinander fahren. Studien zeigen, dass der Führende durch einen direkt dahinter fahrenden ca. 2,6 % bis 4 % an Widerstand einspart. Der hintere wirkt wie eine Art aerodynamische Verlängerung, wodurch der vordere weniger verwirbelte Luft hinter sich erzeugen muss.

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Oskar Herbert