

Ein Bild der Verwüstung. Ein berühmtes Reiseziel ist kaum wiederzuerkennen: Eine furchtbare Katastrophe hat eine der beliebtesten Urlaubsregionen Europas heimgesucht.
Überall steigen schwarze Rauchschwaden auf. Medienbilder zeigen lodernde Flammen, die die einst malerische Landschaft in Schutt und Asche verwandeln. Hunderte von Rettungskräften und Soldaten sind rund um die Uhr im Einsatz, doch bislang waren ihre Bemühungen kaum von Erfolg gekrönt. Ein großes Gebiet in der italienischen Toskana steht in Flammen.
3500 Menschen evakuiert
Es wird vermutet, dass das Feuer bereits am Dienstag auf einem Privatgrundstück ausgebrochen ist: Lokale Medien berichten, dass ein Landwirt Olivenzweige verbrannte, als die Flammen außer Kontrolle gerieten. Das Feuer breitete sich rasch aus. Schätzungen zufolge sind innerhalb von nur 24 Stunden bisher über 800 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen – eine Fläche von der Größe einer mittelgroßen Stadt oder von über 1100 Fußballfeldern.
Schuld an der raschen Ausbreitung sollen starke Winde und der ungewöhnlich trockene Winter sein, der die bewaldeten Hügel extrem brandgefährdet machte. Trotz aller Anstrengungen, das Feuer zu löschen, breiten sich die Flammen am Fuße des Monte Faeta zwischen den Provinzen Lucca und Pisa immer weiter aus. Bislang mussten über 3500 Menschen aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Löscharbeiten dauern an
„Das Feuer ist nach wie vor sehr aktiv“, berichtet der stellvertretende Bürgermeister von Lucca, Fabio Barsanti, in einem Facebook-Video und fügt hinzu: „Es werden alle Anstrengungen unternommen, um den Brandherd so weit wie möglich einzudämmen, aber wir können uns nicht entspannen oder Vorhersagen treffen, da wir dem Wind ausgeliefert sind.“
Nach Angaben der nationalen Feuerwehr werden nun vier Canadair-Löschflugzeuge, die Wasser aus Seen, Flüssen oder dem Meer schöpfen und es dann über den Bränden abwerfen, sowie ein Helikopter eingesetzt, um die Bemühungen am Boden zu unterstützen. Es ist zu hoffen, dass mit ihrer Hilfe die Flammen gestoppt werden können.
Waldbrandgefahr auch in Deutschland
Auch in Deutschland herrscht hohe Waldbrandgefahr: Wie der ADAC warnt, sind Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern besonders gefährdet. Laut der Warnkarte des DWD gilt am Samstag, dem 2. Mai, für weite Teile des Südens und Nordostens des Landes die Warnstufe 4. In Grambow-Schwennenz in Mecklenburg-Vorpommern, nahe der Grenze, wurde die Warnstufe 5 ausgerufen.
Am Sonntag, dem 3. Mai, gilt die Warnstufe 5 nicht nur für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch für einzelne Gebiete in Niedersachsen, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Die aktuelle Warnkarte des DWD finden Sie hier: https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html
Die Bürger werden gebeten, stets Folgendes zu beachten: Melden Sie mögliche Brände sofort. Parken Sie Ihr Auto nicht auf trockenem Gras, da der heiße Auspuff dieses entzünden kann. Entzünden Sie keine Feuer im Freien, außer an dafür vorgesehenen Stellen. Werfen Sie keine Zigarettenkippen weg. Blockieren Sie beim Parken Ihres Autos keine Zufahrtswege zum Wald. Und Sie sollten auch niemals umgestürzte Verkehrskegel wieder aufrichten, da diese absichtlich so als Zeichen für die Feuerwehr platziert werden.