

Am Freitagabend kam es zu einem schockierenden Anschlag auf den populären Flughafen Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Ein Auto durchbrach durch den Eingang des internationalen Flughafens.
Das Fahrzeug fuhr mit schneller Geschwindigkeit in die Abflughalle, bis in den Bereich der Delta-Air-Lines-Schalter, wo es schließlich zum Stehen kam. Bei der Amokfahrt wurden sechs Menschen verletzt. Fotos und Videos, die in sozialen Medien verbreitet wurden, zeigen einen viertürigen Wagen, rundherum Glassplitter und Trümmer. Der betroffene Bereich wurde mit Polizeiband abgesperrt.
Trümmer flogen durch die Luft
Die sechs verletzten Personen wurden noch vor Ort von der Flughafen-Feuerwehr behandelt. Laut Mitteilung der Fluggesellschaft Delta wurden drei Mitarbeiter von herumfliegenden Trümmern getroffen und unmittelbar nach dem Unfall medizinisch betreut worden.
Motiv des Fahrers unbekannt
Der Fahrer stieg direkt nach dem Crash mit erhobenen Händen aus seinem Auto und soll dabei einen verwirrten Eindruck gemacht haben. Über seine Identität wurden bisher seitens der Polizei keine Angaben gemacht. Er soll aber ein Trikot der Football-Mannschaft Detroit Lions getragen haben. Während der Sicherheitskräfte ihn abführten, soll er laut Berichten von Augenzeugen unverständliche Worte geschrien haben, was auch auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen ist.
Der Flugbetrieb am Metropolitan Wayne County Airport wurde den Unfall kaum gestört. Die Beweggründe des Mannes, in den Terminal zu rasen, sind bislang noch ungeklärt. Auch, wie das Auto die Glastüren trotz der metallenen Absperrgitter vor dem Terminaleingang überhaupt durchbrechen konnte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Ein Flughafen-Sprecher sagte zum Sender „WDIV“ in Detroit: „Unser Team sammelt derzeit Informationen. Wir hoffen, in Kürze ein Update geben zu können.“
Unfall mit Löschschaum im Sommer
Der Flughafen hatte es erst im Sommer in die Medien geschafft, weil in einem Wartungshangar die Feuerlöschanlage ausgelöst wurde. Schuld daran dürfte ein nahegelegener Blitzeinschlag gewesen sein. Zwei im Hangar befindliche Airbus A320 sowie ein Dritter draußen vor der Halle standen bis zu den Triebwerken im Löschschaum.