Beschuldigung aus eigenen Reihen: Trump und Hegseth zerschlagen US-Streitkräfte

Die amerikanischen Streitkräfte sind die Basis für die globale Übermacht der Vereinigten Staaten und repräsentieren auch zu Hause einen stolzen und universell respektierten Pfeiler der Gesellschaft. Der Begriff „Kriegsveteran“ ist ein Ehrentitel, der Achtung und Respekt in der amerikanischen Bevölkerung hervorruft. Zurzeit dienen etwa 1,3 Millionen aktive Soldaten und 764.900 Reservisten in den unterschiedlichen Teilstreitkräften, hinzu kommen beinahe 800.000 zivile Mitarbeiter. Der Oberbefehlshaber der gesammelten Militärmacht ist der amerikanische Präsident, repräsentiert durch den Verteidigungsminister, der seit Neuestem Kriegsminister genannt wird. Bisher hat die parteipolitische Zugehörigkeit des Präsidenten und seines Kabinetts für das Militär keine größere Rolle gespielt, aber Trump und Kriegsminister Pete Hegseth sorgen jetzt für Aufruhr in der US-amerikanischen Militärspitze.

Massenentlassungen und Repressalien 

Laut amerikanischen Nachrichtenbüros vollzieht sich im Augenblick eine Massenflucht aus den Streitkräften und dem Kriegsministerium, dem Pentagon. Grund sind eine Reihe von Maßnahmen des Kriegsministers Hegseth, der zufolge von Insidern den Truppen seinen persönlichen Stempel aufdrücken will. Dabei werden seit Neuem hochdekorierte Soldatinnen und Soldaten, die einer anderen ethnischen Rasse als der „kaukasischen“ zugehören, nicht mehr befördert. Aktive Soldaten müssen sich jetzt Lügendetektortests unterziehen, um deren politische Zugehörigkeit herauszufinden, und können nur noch ihrem Land dienen, wenn sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen. Mehr als 20 der höchst dekorierten Admirale und Generale wurden entweder entlassen, zum Rücktritt gezwungen oder haben fluchtartig ihre Positionen verlassen, seit Trump und Hegseth ihre respektiven Ämter angetreten haben.

Laute Kritik aus den eigenen Reihen 

Laut einem Ausschuss von Trump und Hegseths eigener Partei, den Republikanern, verbreitet sich zurzeit Unmut und Wut in den Streitkräften. Dabei regiert die Angst, dass die ständigen Personaländerungen und der Verlust von starken militärischen Führern, die bereits ihre Kompetenz in der Kriegsführung bewiesen haben und jetzt mit Trump- und Hegseth-Marionetten ersetzt werden, die einst so übermächtige Militärmacht USA beträchtlich schwächen. Auch international könnten die amerikanischen Streitkräfte in Zukunft nicht mehr den gleichen Respekt erzeugen, wie der Iran-Krieg gezeigt hat. „Tatsache ist, dass eine mittlere Macht derzeit so wahrgenommen wird, als habe sie einer Supermacht ein Unentschieden abgerungen, was von uns, der Supermacht, ein gewisses Maß an Entgegenkommen erfordert, und wir haben 29 Milliarden Dollar ausgegeben und 13 Amerikaner verloren“, sagte der republikanische Repräsentant Bill Cassidy. Unter ehemaligen Soldaten, die den Demokraten angehören, geht man sogar so weit, die Streitkräfte direkt zur Befehlsverweigerung aufzufordern und damit indirekt einen Putsch zu verursachen. 

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Alexander Grünstedt