Dafür müssen Sie teuer zahlen: ADAC mit dringender Warnung an Autofahrer

Auf zahlreiche deutsche Autofahrer wartet eine böse Überraschung im Posteingang. Wie der ADAC aktuell dringend warnt, könnte eine falsche Reaktion sehr teuer für Sie werden.

Ob geschäftlich oder zum Urlaub – Österreich ist eines der beliebtesten Reiseziele für Deutsche. Und was könnte einfacher sein, als ins Auto zu steigen und dorthin zu fahren? Millionen deutscher Autofahrer tun genau das. Doch schon kurz nach ihrer Rückkehr finden viele eine E-Mail vor – und diese enthält unerfreuliche Nachrichten.

ASFINAG und ADAC warnen vor hinterhältigem Betrug
Österreich stellt auf ein vollständig digitales Mautsystem um. 2026 ist das letzte Übergangsjahr, in dem sowohl das traditionelle „Pickerl“ als auch die neue digitale Vignette noch zulässig sind. Dies sorgt für Verwirrung unter den Autofahrern, und Betrüger wissen sehr gut, wie sie dies ausnutzen können. Wie die ASFINAG und der ADAC derzeit warnen, kursiert eine Flut von täuschend echt wirkenden Betrugs-E-Mails, deren Ziel es ist, den Bürgern Geld und persönliche Daten zu stehlen.

Der Betrug ist ebenso einfach wie hinterhältig: In der E-Mail, die angeblich von der ASFINAG stammt, wird Ihnen mitgeteilt, dass Sie das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz ohne gültige Vignette genutzt haben. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, eine „Ersatzmaut“-Vignette zu erwerben, die rückwirkend für die letzten 10 Tage gilt. Kosten: 12,36 Euro. Wer dem nicht nachkommt, dem droht eine höhere Strafe. Die E-Mail wirkt offiziell. Die höhere Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro ist Drohung genug, um jeden, der in den letzten Monaten in Österreich war, einen Moment innehalten zu lassen. Schließlich sind 12,36 Euro kein großer Betrag, um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden – ein kurzer Klick auf den Button und schon wird man auf die Zahlungswebsite weitergeleitet.

Bürger müssen äußerste Vorsicht walten lassen
Die E-Mail und die Zahlungswebsite haben jedoch nichts mit der ASFINAG zu tun. Der geringe Betrag ist lediglich ein Köder, um die Empfänger dazu zu bringen, ihre Zahlungsdaten sowie ihre persönlichen Informationen preiszugeben. Wie die ASFINAG warnt, sieht die E-Mail optisch echt aus, doch es gibt einige Details, die Alarmglocken läuten lassen sollten:

  • E-Mail-Adresse des Absenders: Diese stimmt nicht mit einer offiziellen E-Mail-Adresse der ASFINAG überein
  • Betrag: 12,36 Euro entspricht keiner der auf der ASFINAG-Website aufgeführten Gebühren

Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten haben und sich nicht sicher sind, ob sie echt ist, können Sie sich an die ASFINAG wenden, um Hilfe zu erhalten – über deren Kontaktseite oder gebührenfrei unter 0800 400 12 400.

Wie t-online berichtet, sind Vignetten nicht das einzige Mittel, mit dem Betrüger versuchen, Bürger dazu zu bringen, ihre Daten preiszugeben. Derzeit kursieren auch E-Mails bezüglich ausstehender Rundfunkbeiträge, Rechnungszahlungen und sogar der britischen ETA – auch im letzteren Fall nutzen die Kriminellen dabei eine relativ neue Regelung aus. Sie sollten jedoch niemals einfach über einen Link in einer E-Mail bezahlen, sondern die „Forderung“ immer bei dem Unternehmen überprüfen, von dem sie angeblich stammt. Falls Sie bereits Geld für eine solche Forderung überwiesen haben, sollten Sie sich unverzüglich an Ihre Bank wenden.

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Oskar Herbert