Das ist Deutschlands Rolle im Mega-NATO-Manöver

Mega-Aufrüstung hat begonnen: Ein Angriff durch Russland auf Deutschland und anderes NATO-Gebiet wird zum immer größeren Risiko. Daher findet derzeit ein riesiges Manöver des Verteidigungsbündnisses statt.

Die NATO übt derzeit, wie sie im Fall eines Russlandangriffs ihre Soldaten und Waffen schnell in Richtung Front bringt – etwa ins Baltikum oder nach Polen. Deutschland bildet dabei die zentrale Drehscheibe: Mehr als 10.000 Soldaten aus elf Ländern kommen im Zuge des Großmanövers „Steadfast Dart“ nach Deutschland. Im Einsatz sind zudem 17 Schiffe, 20 Militärflieger, 1.500 Panzer, Raketenwerfer und Lkw.

„Wir zeigen hohe Einsatzbereitschaft“
Der Bundeswehr-General Ingo Gerhartz führt die Übung als NATO-Befehlshaber für Zentraleuropa an. Er sagt: „Mit Steadfast Dart zeigen wir unsere hohe Einsatzbereitschaft zur Verteidigung.“ Die NATO schickt die „Allied Reaction Force“. Laut Gehartz „die Feuerwehr-Truppe der NATO, die innerhalb weniger Tage und im gesamten Bündnisgebiet auf Krisen oder mögliche Angriffe reagieren kann“.

Deutschland als Drehscheibe
Am kommenden Donnerstag wird der deutsche General in Rota in Spanien sein, wenn die NATO-Kriegsschiffe Richtung Deutschland in See stechen. Gehartz: „Unser NATO-Kommando in Mitteleuropa führt nicht nur diese Übung, sondern ist für die Verteidigung des Bündnisgebiets von der Atlantikküste bis zum Baltikum zuständig. ,Steadfast Dart‘ zeigt, wie wichtig Deutschland als Drehscheibe für die Verteidigung der NATO ist.“

Insgesamt wird zur Verteidigung der Ostflanke auf Hightech, Roboter und Sensoren gesetzt statt auf Soldaten. An die Grenzen zu Russland und Belarus sollen vorwiegend Waffen und viel Technik hingebracht werden, um eine sogenannte „automatisierte“ Zone zu schaffen.

Mehr Waffenvorräte
„Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den NATO-Grenzstaaten zu Russland sehen“, so Brigadegeneral Thomas Lowin zur „Welt am Sonntag“. Er ist Vizechef des Stabes für Operationsführung im NATO-Landkommando im türkischen Izmir. Demnach gehören „Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der NATO-Streitkräfte“ dazu.

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Martin Beier