

Nichts wird mehr so sein wie zuvor: Eine der Grundsäulen von WhatsApp verändert sich. Wenn Nutzer die App in den kommenden Tagen öffnen, werden sie mit einer gefürchteten Neuerung konfrontiert: WhatsApp führt Gebühren ein.
WhatsApp ist schlichtweg der beliebteste Messenger der Welt. Allein in Deutschland nutzen über 60 Millionen Menschen die App aktiv, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben und in Gruppen zu kommunizieren. Das Erfolgsrezept der App basierte schon immer auf toller Funktionalität – und darauf, dass sie stets völlig kostenlos war. Und genau das steht nun kurz vor einer Veränderung.
Neues Abo-Modell bei WhatsApp
Ab diesem Monat führt WhatsApp mit „WhatsApp Plus“ ein kostenpflichtiges Modell ein, und zwar so subtil, dass man den Verdacht nicht vermeiden kann, dass dies nur der erste Schritt in eine neue Richtung ist, die WhatsApp einschlägt. Folgendes wurde bisher bekannt gegeben:
Für 2,49 Euro pro Monat können WhatsApp-Nutzer die folgenden zusätzlichen Funktionen freischalten:
– Gestalte einzelne Chats mit individuellen Klingeltönen und Hinweisen.
– Wähle bis zu 20 Chats aus, die dauerhaft ganz oben in deiner Chat-Liste angezeigt werden sollen.
– Passe deine App mit verschiedenen Farben und einem neuen App-Symbol an (wähle aus 18 Farben und 14 Symboloptionen).
– Erhalte zusätzliche Sticker mit Spezialeffekten.
Zwar sind zusätzliche Personalisierungsoptionen eine nette Idee, doch sie sind nicht der einzige Zweck, für den das zugrunde liegende Zahlungssystem genutzt werden soll. Schließlich hat WhatsApp in anderen Regionen der Welt bereits Werbung in Teilen der App eingeführt. Bislang waren deutsche Nutzer davon noch nicht betroffen, da sich der Start in diesem Land aufgrund der strengeren Datenschutzanforderungen der EU verzögert hat.
Nutzer können für ein werbefreies WhatsApp bezahlen
2026 soll jedoch das Jahr sein, in dem In-App-Werbung auch in Europa eingeführt wird. Die Anzeigen werden laut Android Authority zumindest anfangs im Bereich „Aktuelles” erscheinen, wo Status-Updates und Kanäle zu sehen sind. Nutzer haben dann die Möglichkeit, für ein werbefreies Erlebnis zu bezahlen.
Bislang sollten Nutzer keine Auswirkungen auf ihre Nutzung persönlicher Chats bemerken: Meta hat versichert, dass diese werbefrei bleiben werden. Die Standardfunktionalität sollte von der neuen Abo-Option nicht beeinträchtigt werden. Es ist zu hoffen, dass dies auch so bleibt.
Weitere grundlegende Änderung bei WhatsApp noch in diesem Jahr
In diesem Jahr steht jedoch eine weitere gravierende Änderung an, die alle Nutzer betreffen wird: Dabei handelt es sich um die Umstellung von der Nutzung der Handynummer auf die Verwendung eines Benutzernamens. Diese neue Funktion soll die Privatsphäre der Nutzer besser schützen, da diese ihre Telefonnummern nicht mehr weitergeben müssen. Unternehmen haben bis Juni Zeit, ihre Systeme umzustellen. Es ist davon auszugehen, dass die neue Funktion kurz danach in einem App-Update verfügbar sein wird.