Drohneneinschlag in iranischem Atomkraftwerk

Der Krieg zwischen dem Iran und den Verbündeten Israel und USA hat den 20. Tag erreicht und die Angriffe werden zunehmend aggressiver. Dabei attackieren beide Seiten gezielt die strategisch wichtigen Energieversorgungsanlagen des anderen. Dabei erreichen allerdings die Raketen und Drohnen nicht immer die sorgfältig ausgewählten Ziele, wie der entsetzliche Angriff auf eine Mädchenschule im Iran durch amerikanische Raketen gezeigt hat, bei dem 168 Kinder ums Leben kamen. Über Nacht ereignete sich ein weiterer „Unfall“, nachdem israelische und amerikanische Streitkräfte bei einem Angriff auf das iranische Gaslager in Busher auch aus Versehen das einzige Atomkraftwerk im Iran unter Beschuss nahmen. 

UN warnt vor enormen Folgen 

Das Atomkraftwerk an den Ufern des Persischen Golfs wurde im Jahre 1975 von deutschen Firmen gebaut, die aber nach der islamistischen Revolution im Jahre 1979 fluchtartig den Iran verließen. Danach wurde die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks von den Russen übernommen. Auch heute befinden sich dort rund 500 russische Kernkraftspezialisten, die den nuklearen Reaktor in Gang halten. Diese berichten nun, dass ein Raketenprojektil auf dem Gelände des Atomreaktors eingeschlagen hatte. Die Meldung wurde später von den Vereinten Nationen (UN) und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bekräftigt. Demnach soll das Projektil nur 350 Meter vom Reaktor entfernt niedergeschlagen sein. Die internationale Behörde mahnt jetzt beide Seiten zu größerer Zurückhaltung und weist darauf hin, dass eine atomare Katastrophe nicht nur den Iran, sondern den gesamten Nahen Osten gefährden würde.

Russland verurteilt Angriff 

Russland hat den Angriff auf Busher scharf verurteilt und eine offizielle Klage bei der israelischen Regierung eingelegt. Gleichzeitig gibt der Kreml bekannt, dass die russischen Arbeiter auf dem Gelände des nuklearen Reaktors jetzt evakuiert werden sollen. Bei dem Einschlag des Projektils wurde keiner verletzt und eine Messung erwies, dass auch die Strahlungswerte in Busher im Normbereich verblieben sind. In der Zwischenzeit haben die amerikanischen und israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Gasfelder in South Pars, das nur wenige Kilometer von Busher entfernt liegt, verstärkt. International haben diese verstärkten Angriffe und Irans Gegenschläge im benachbarten Katar heute zu erneuten Anstiegen der Ölpreise geführt.

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Alexander Grünstedt