DWD: Wetter-Warnlage in großen Teilen Deutschlands

Die Hitzewelle in dieser Woche hat große Teile Deutschlands zum Ächzen gebracht und zu neuen Rekorden bei den Temperaturmesswerten geführt. Im benachbarten Frankreich haben die Rekordtemperaturen von bis zu 37 Grad Celsius bereits die ersten Todesopfer gefordert. In Großbritannien kam es aufgrund der hohen Temperaturen zu einem enormen Anstieg der Ertrinkungsopfer, weil viele beim Gang ins verhältnismäßig kalte Wasser die Gefahr des Kälteschocks unterschätzen. In Deutschland wurden zwar die Rekorde für Mai nicht geknackt, dennoch kam man auch hierzulande bei Temperaturen, die teils über 30 Grad Celsius lagen, kräftig ins Schwitzen. Für dieses Wochenende warnt der DWD jedoch vor einer ganz neuen Wetterlage, und schon heute Nacht kann sich die Wetterwende bemerkbar machen. 

Starkregen kommt mit Überschwemmungsgefahr 

Der Grund für den Warnlagebericht ist eine Reihe von schweren Gewittern, die über das ganze Land hinwegziehen. Mit den Gewittern kommt Starkregen, der stellenweise bis zu 60 Liter pro Quadratmeter betragen kann. Diese ungemein großen Wassermassen können schnell ganze Landstriche und Keller unter Wasser setzen und Chaos im Verkehr schaffen. Begleitet werden die Gewitter von Sturmböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und Hagel mit bis zu vier Zentimeter großen Körnern. Besonders betroffen von der Unwetterwarnung sind heute Abend der Westen und Nordwesten Deutschlands, bevor sich die Unwetterlage weiter nach Osten verzieht. Wer allerdings hofft, dass es sich hierbei um ein vorbeipassierendes Donnerwetter handelt, muss sich leider auf weitere dramatische Wetterverhältnisse am Samstag und Sonntag einstellen. 

Vom Ruhrgebiet bis nach Bayern 

Am Samstag gegen Mittag entsteht die nächste Unwetterlage, die sich vom Ruhrgebiet bis nach Bayern und Sachsen erstreckt. Auch hier werden Starkregen, Hagel und Sturm mit einer Windstärke von mindestens 60 Kilometern pro Stunde vorausgesagt. Schwerpunkte des Unwetters liegen im südlichen Nordrhein-Westfalen, im nördlichen Rheinland-Pfalz, in Sachsen und in Nordostbayern. Auch am Sonntag ist die Gefahr noch nicht gebannt, und dieses Mal wird es Mitteldeutschland und Hessen besonders hart treffen. Der DWD warnt deshalb davor, sich beim Aufzug von Gewitterwolken draußen aufzuhalten, und rät, unnötige Fahrten zu vermeiden. 

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Alexander Grünstedt