

Nach einer schweren Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Witten sucht die Polizei weiterhin nach einem 19-jährigen Tatverdächtigen. Das mutmaßliche Tatmesser wurde bislang nicht gefunden. Die Ermittler schließen daher nicht aus, dass der Flüchtige noch bewaffnet ist.
Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum Freitag gegen 1.20 Uhr in einer Unterkunft an der Brauckstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen war zwischen zwei Bewohnern ein Streit eskaliert. Dabei soll ein 19-jähriger Syrer einen 39 Jahre alten Mann aus dem Irak mehrfach mit einem Messer verletzt haben.
Das Opfer verlor offenbar eine große Menge Blut und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste der Mann notoperiert werden. Nach einer aktuellen Mitteilung schwebt der 39-Jährige inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.
Unmittelbar nach der Attacke flüchtete der mutmaßliche Angreifer aus der Unterkunft. Die Polizei leitete eine umfangreiche Fahndung ein. Neben zahlreichen Einsatzkräften waren auch ein Hubschrauber und ein speziell ausgebildeter Spürhund im Einsatz. Der Mantrailer nahm eine Spur auf, die sich über mehrere Kilometer bis in das Dortmunder Stadtgebiet verfolgen ließ. Dort durchsuchten Beamte unter anderem Garagen, Wohnungen sowie Büsche und Hecken. Der Tatverdächtige konnte bislang jedoch nicht gefasst werden.
— Breaking News – News64 (@News64News) July 18, 2026
Besonders brisant: Auch die mutmaßliche Tatwaffe blieb verschwunden. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass der 19-Jährige das Messer noch bei sich haben könnte. Entsprechend große Gefahr geht von ihm aus.
Der Gesuchte soll dunkle, mittellange Haare und ein auffälliges Tattoo am Hals haben. Zum Zeitpunkt der Tat trug er den bisherigen Angaben zufolge eine graue Jacke und eine blaue Hose.
Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Untersucht werden sowohl der genaue Ablauf des Angriffs als auch die Hintergründe des Streits, der zwischen den beiden Männern bereits seit längerer Zeit bestanden haben soll.
Die Polizei warnt davor, den möglicherweise bewaffneten Verdächtigen selbst anzusprechen. Hinweise zu seinem Aufenthaltsort nimmt jede Polizeidienststelle sowie die Kriminalwache unter 0234 909-4441 entgegen. Unter keinen Umständen sollte man sich dem jungen Mann nähern. Es besteht Gefahr für Leib und Leben.