

Bisher hat man sich weltweit zumeist über die enorme Anzahl von hungernden und unterernährten Menschen Sorgen gemacht. Gleichzeitig erkranken in Deutschland zunehmend mehr Menschen als Folge von Übergewicht und Fettleibigkeit und die Warnungen, Gesundheitshinweise und Rezepte, die vor einer Fettleber schützen sollen, sind fast täglich ein Thema in den Medien. Jetzt grassiert allerdings eine weitere lebensgefährliche ernährungsbedingte Erkrankung in der deutschen Bevölkerung. Laut neuesten Berichten sollen in diesem Jahr allein rund 50 000 Menschen an den Folgen einer Mangelernährung gestorben sein.
Tödliche Änderung in Essgewohnheiten
Im Gegensatz zu unterernährten oder übergewichtigen Patienten essen mangelernährte Menschen weder zu wenig noch zu viel. Sie ernähren sich viel mehr von den „falschen“ Lebensmitteln. Das Phänomen wird auch von Experten als „verborgener Hunger“ bezeichnet und bezieht sich auf die fehlenden Grundbausteine einer Ernährung, die der menschliche Körper benötigt, um zu funktionieren. Mit der Statistik von 50.000 Toten beziehen sich die Experten auf Verstorbene, die noch am Leben sein könnten, wenn sie nur die richtigen Nahrungsmittel zu sich genommen hätten. Der Grund für die hohe Todesrate liegt laut Ernährungsexperten in unserer Gesellschaft, wo Fertiggerichte aus der Packung zunehmend das traditionelle Mittagessen mit Gemüse ersetzen und Fast-Food-Ketten mit Schleuderpreisen um die Gunst der Hungrigen buhlen. Weder Fertiggerichte noch Fast Food kommen jedoch mit den für die Gesundheit essenziellen Vitaminen und Nährstoffe und diese ungesunde Ernährung führt zunehmend zu körperlichem Verfall und Todesfällen.
Fehlende Nährstoffe erhöhen Todesrate
Besonders ältere Mitbürger sind von Mangelernährung betroffen und sowohl Krankenkassen als auch Hausärzte und Krankenhäuser bemühen sich im verstärkten Maße, mit Aufklärung über die richtige Ernährung diese Altersgruppe zu erreichen. Zu den Vitaminen, die den Deutschen besonders fehlen, gehören die Vitamingruppen D und E, die für den Knochenbau und den Zellschutz verantwortlich sind. Zudem haben Ernährungsforscher festgestellt, dass in der deutschen Bevölkerung ein besonderer Mangel an dem lebensnotwendigen Spurenelement Jod vorliegt, das eine ordnungsgemäße Schilddrüsenfunktion gewährleistet. Mangelernährung bei Patienten macht sich für Mediziner oft nur durch Bluttests erkenntlich. Während eine gesunde, pflanzenbasierte Ernährung immer noch als die beste Vorsorge gilt, um eine Mangelernährung zu vermeiden, können in vielen Fällen auch Nahrungsergänzungsmittel die fehlenden Vitamine und Nährstoffe ausgleichen.