Geimpfte sollen Freiheiten erhalten

Ein Vorhaben, dass viele Geimpfte schon längst herbeisehnen: Gesundheitsminister Jens Spahn möchte allen Corona-Geimpften mehr Freiheiten ermöglichen. Auf diese Weise will er den Besuch von Geschäften und Friseuren erleichtern und letztendlich auch sicherer gestalten. Auch soll die Quarantänepflicht für geimpfte Leute schon bald wegfallen.
Die Entscheidungen gründen auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die das Robert-Koch-Institut nun veröffentlichte. In einem vorliegenden Bericht an das Bundesgesundheitsministerium heiße es von Seiten des RKI: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“


„Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, erklärt Spahn folglich im Interview mit der „Bild am Sonntag“.
Diese Entscheidung soll jedoch erst nach Ende der dritten Welle zum Tragen kommen, wenn die aktuell wieder enorm hohen Zahlen gesunken sind.

Oben genannter Bericht wurde laut „Bild am Sonntag“ am Samstag an die 16 deutschen Bundesländer verschickt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte das RKI einstimmig um eine Analyse gebeten, ab welchem Zeitraum Geimpfte mit Lockerungen rechnen könnten und ob dies überhaupt einmal möglich sein könne.
Nach Abflauen der dritten Welle will Spahn die Test- und Quarantänebefreiung für Geimpfte zügig umsetzen. „Wir werden diese Erkenntnisse nun zeitnah in Gesprächen mit den Ländern in die Praxis bringen“, erklärt der Minister und macht bereits Geimpften Patienten damit Hoffnung auf eine entspanntere Zukunft.

Traurig hingegen dürften jene sein, die laut Priorisierungsliste noch nicht geimpft werden konnten, dies aber unbedingt gerne schon wären.