Google macht grundlegende Änderungen in Android

Die Zeiten, in denen das Handy ausschließlich zum Telefonieren benutzt wurde, sind schon lange vorbei. Heutzutage begleiten uns die Kleingeräte in allen Lebenslagen und beherbergen alle Informationen, die wir im täglichen Leben benötigen. Viele Handy-Besitzer vertrauen ihrem Smartphone mehr private Informationen an als ihren nächsten Familienangehörigen, darunter Bank- und Versicherungsdaten.  Daher ist es kein Wunder, dass Diebe es oft auf die Gadgets abgesehen haben und jedes Jahr mehr als 100 000 Smartphones als gestohlen gemeldet werden. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher, weil nicht jeder den Diebstahl bei der Polizei anzeigt. Um es den Kriminellen zu erschweren, den Schutz des Sperrbildschirms zu durchbrechen und an wichtige Informationen wie zum Beispiel Bankkontonummern heranzukommen, hat Google jetzt für alle Android-Nutzer eine neue Sicherheitsmaßnahme in das Update integriert.

Begrenzte PIN-Eingabe

Wer das Android-17-Update erhält, wird ab sofort nur noch eine begrenzte Anzahl von möglichen Versuchen haben, um durch willkürliche PIN- und Passwort-Eingaben Zugang zu den Daten im Smartphone zu erhalten. Die Vorsichtsmaßnahmen gelten natürlich genauso für die rechtmäßigen Besitzer wie auch für Diebe und Cyberkriminelle. Deshalb wird es ab sofort besonders wichtig, dass man sich an das eigene Passwort oder den PIN erinnern kann. Mit den neuen Sicherheitsmaßnahmen ist die Fehleingabe auf 19 Versuche über einen Zeitraum von fünf Jahren begrenzt. Beim 20. erfolglosen Versuch wird das Handy unwiderruflich gesperrt. Bisher waren bis zu 1500 Versuche möglich. Allerdings hat Google gleichzeitig Zwischenstufen in den Prozess eingearbeitet. Nach der Android-17-Aktualisierung sind in Zukunft nur noch sechs Fehlversuche in der ersten Minute, sieben innerhalb von sechs Minuten, acht innerhalb von 25 Minuten und zwölf innerhalb von 24 Stunden erlaubt.

Update von Chrome-Browser 

Neben Android hat Google auch wichtige Aktualisierungen im Chrome-Browser vorgenommen. Laut einer Meldung der Tech-Riesen wurden 382 Sicherheitslücken geschlossen, 15 davon kritisch. Um die verbesserte Lösung zu erhalten, empfiehlt Google dringend, den Browser zu aktualisieren. Sicherheitslücken erleichtern es Hackern, in Rechner einzudringen und Informationen zu stehlen. Neben Chrome sind auch die Browser Microsoft Edge, Vivaldi und Brave betroffen und sollten schnellstmöglich aktualisiert werden. 

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Alexander Grünstedt