Hai-Angriff in Urlaubsparadies: Österreicherin verliert nach Schnorchelausflug ihren Unterschenkel

Ein Urlaub im weltberühmten Naturparadies der Galapagosinseln hat für eine österreichische Touristin dramatische Folgen gehabt. Die 30-jährige Frau aus Oberösterreich wurde während eines geführten Schnorchelausflugs von einem Hai attackiert und schwer verletzt. Trotz schneller medizinischer Hilfe musste ihr später der rechte Unterschenkel amputiert werden.

Der Vorfall ereignete sich vor der Insel Santa Fe, die für ihre artenreiche Unterwasserwelt bekannt ist. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Teilnehmern einer organisierten Tour wollte die Urlauberin Seelöwen und Meeresschildkröten beobachten. Während sie sich im flachen Wasser aufhielt und ihre Kamera vorbereitete, wurde sie nach eigenen Angaben völlig überraschend von einem Hai angegriffen.

Die Frau versuchte sich gegen das Tier zur Wehr zu setzen und konnte sich schließlich aus dessen Griff befreien. Besonders schwer wurde ihr rechtes Bein verletzt. Zudem erlitt sie mehrere weitere Bissverletzungen am linken Bein.

Glücklicherweise befanden sich unter den Teilnehmern der Exkursion zwei kanadische Ärzte, die unmittelbar Erste Hilfe leisteten und die Schwerverletzte stabilisierten. Anschließend wurde sie zunächst auf die Insel Santa Cruz gebracht und dort operiert. Für eine weitere Behandlung erfolgte anschließend der Transport auf das ecuadorianische Festland in die Hafenstadt Guayaquil.

Dort mussten die behandelnden Ärzte schließlich eine schwerwiegende Entscheidung treffen: Aufgrund der massiven Verletzungen konnte der rechte Unterschenkel nicht gerettet werden und musste amputiert werden. Die Betroffene erklärte später, sie habe bereits unmittelbar nach dem Angriff befürchtet, dass eine Rettung des Beins nicht mehr möglich sein würde.

Trotz des schweren Schicksalsschlags zeigt sich die Österreicherin kämpferisch. Die Verletzungen am linken Bein verheilen nach Angaben der Ärzte gut. Inzwischen absolviert sie erste Übungen mit einer Gehhilfe und blickt trotz der einschneidenden Erfahrung optimistisch in die Zukunft. Sie sei vor allem dankbar, den Angriff überlebt zu haben, und vertraue darauf, mit moderner Prothesentechnik wieder ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Hai-Angriffe auf den Galapagosinseln gelten als äußerst selten. Zwar leben in den Gewässern rund um den Archipel verschiedene Haiarten, schwere Attacken auf Menschen kommen dort jedoch nur in Ausnahmefällen vor. Welcher Hai für den Angriff verantwortlich war, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.

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Jerry Heiniken