Höchste Gefahrenstufe: Katastrophe mitten in Deutschland

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rief höchste Gefahrenstufe aus! Mitten in Deutschland wütet ein riesiges Feuer.

Die hochsommerlichen Temperaturen fordern ihren Tribut. Ein verheerender Waldbrand hielt  am Donnerstagnachmittag die Feuerwehr im Raum Ferch (Potsdam-Mittelmark) in Atem. Die Einsatzkräfte mussten bei rund 36 Grad Celsius gegen Flammen, Hitze und schwieriges Gelände ankämpfen.

Brandherd musste erst gesucht werden
Der Alarm, dass es im Wald brennen würde, ging gegen 14.30 Uhr ein. Die Feuerwehren aus Ferch, Glindow und Werder rückten aus. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Brandherd tief im Wald befindet. Die Einsatzkräfte mussten erst mehr als eine Stunde danach suchen und die Hilfe eines Hubschraubers der Polizei in Anspruch nehmen.

Schläuche durch Wald gezerrt
Dann mussten Schläuche Hunderte Meter durch den Wald geschleppt werden, um überhaupt löschen zu können. Insgesamt liegen 4000 Quadratmeter Wald in Schutt und Asche. Die Brandursache ist noch vollkommen unklar.

Weitere Waldbrände im Land
Zu einem Waldbrand kam es auch in Elbe-Elster und in Dahme-Spreewald bei Halbe. Diese Feuer sind nach Angaben von Raimund Engel, Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter, aber alle unter einer Größe von einem halben Hektar geblieben. Die Polizei ermittelt auch hier zur Brandursache. 

Der Deutsche Wetterdienst und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe haben für das bevorstehende Wochenende Warnungen wegen der extremen Wärmebelastung ausgesprochen. Auch die Waldbrandgefahr steigt weiter an. Für die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark inklusive der Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie Prignitz gilt inzwischen die höchste Gefahrenstufe 5, in nahezu allen anderen Landkreisen die Stufe 4 (hohe Gefahr). 

Wetterumschwung notwendig
„In trockenen Wäldern reicht manchmal ein kleiner Funke, um ein Feuer auszulösen. Daher sollten Spaziergänger, Wanderer und Autofahrer besonders aufmerksam sein, denn schon kleine Unachtsamkeiten können derzeit brandgefährlich sein. Das gilt besonders an Orten mit trockener Nadelstreu und ausgedörrtem Gras. Um die Situation zu entspannen, braucht es einen Wetterumschwung mit flächendeckendem Regen und kühleren Temperaturen über mehrere Tage. Ein Schauer oder ein kurzer Starkregen erreicht diesen Effekt nicht“, erklärt Peer Cyriacks, Programmleiter Wald beim WWF Deutschland.

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Martin Beier