Kinderleiche an Bundesstraße gefunden

In der Nähe einer bewaldeten Bundesstraße wurde ein furchtbarer Fund gemacht. Jemand hat dort eine Kinderleiche abgelegt. Vermutlich handelt es sich um ein elfjähriges Mädchen aus Bispingen (Niedersachsen). Sie war bereits als vermisst gemeldet.

Nach einem Doppelmord in der beschaulichen Gemeinde Bispingen im Landkreis Heide galt die elfjährige 11-jährige Lilli Marie als vermisst. Auf der Suche nach dem Mädchen fand die Polizei nun eine Kinderleiche.

Der leblose Körper lag an einem Waldweg nahe der Bundesstraße 3. Derzeit ist noch unklar, ob es sich um die vermisste Lilli Marie handelt. Eine Untersuchung soll die Identität des Kindes klären.

Die Polizei hatte nach der 11-Jährigen aus Bispingen mit Hubschraubern, Drohnen, Bodensuchtrupp, Spürhunden und sogar Unterstützung durch die Luftwaffe gesucht. Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass ein Kampfjet das Wohngebiet der Vermissten überflogen hatte und Beamte mit Spürhunden durch die Straßen zogen. Auch Wärmenbildaufnahmen von sieben „relevanten Punkten“ seien ausgewertet worden, jedoch erfolglos, berichtet der NDR. Ob schließlich die Spürhunde oder Zeugenaussagen zum Fund der Leiche führten, ist noch unklar.

Was war geschehen?

Am Sonntag hatten Polizisten in einem Einfamilienhaus in Bispingen die Leichen einer 35-jährigen Frau und ihres 4-jährigen Sohnes entdeckt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass beide Körper Spuren von Gewalt zeigten. Die Behörden gehen daher von einem Verbrechen aus. Allerdings fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur vom zweiten Kind der Toten. Die Polizei begann mit der Suche nach der 11-jährigen Lilli Marie.

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Noch am Sonntagnachmittag nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Dabei handelt es sich um den Freund der Mutter. Die Beamten fanden ihn im 20 Kilometer entfernten Schneverdingen. Der 35-jährige Deutsche befindet sich wegen des Verdachts auf zweifachen Mord in Untersuchungshaft. Womöglich wird in den nächsten Stunden der Verdacht des dreifachen Mords ausgerufen. Bislang habe der Tatverdächtige sich nicht zum Geschehen geäußert, berichtet die Polizei. Weitere Angaben wollten die Behörden nicht machen, um das laufende Verfahren nicht zu beeinflussen. Mögliche Zeugen sind unterdessen angehalten, sich bei der Polizei zu melden.

Der „Bild“-Zeitung liegen Berichte vor, wonach es sich bei dem Tatverdächtigen um einen aktenkundigen Gewalttäter handelt. Er soll bereits wegen Körperverletzung /Nötigung sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein.

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