Kuba droht die vollständige Vernichtung

Traumstrände, billige Hotelkosten und die Möglichkeit, eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre zu unternehmen, machen Kuba zu einem beliebten Ziel unter deutschen Touristen. Allerdings nicht in diesem Jahr, denn deutsche und internationale Reisebüros stornieren im Augenblick alle Touren in das karibische Urlaubsparadies und das Auswärtige Amt hat gerade seine Reisewarnungen für Kuba aktualisiert. Demnach wird von einem Besuch auf das Stärkste abgeraten, denn dem kommunistisch regierten Land läuft der Treibstoff aus und eine Rückreise nach Deutschland kann nicht gewährleistet werden. 

Der Grund für die Bredouille der Kubaner sind neue Sanktionen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der gerne einen Regimewechsel, am besten unter US-amerikanischer Führung, sehen würde. Nach Angaben von internationalen Beobachtern könnte er noch in diesem Jahr sein Ziel erreichen. 

Zusammenbruch der Gesellschaft 

Im Augenblick herrschen chaotische Zustände in dem einst malerischen Land. Der öffentliche Transport ist wegen des Treibstoffmangels zusammengebrochen, Müll kann nicht mehr entsorgt werden,  und die ohnehin wackelige Energieversorgung hat sich zu einem beinahe permanenten Blackout entwickelt. Hinzukommt Beunruhigung um die Lebens- und Arzneimittelversorgung. Jetzt warnt die UN vor einer unmittelbar bevorstehenden humanitären Katastrophe, während US-amerikanische Kriegsschiffe die Insel umzingeln, um sicherzustellen, dass die Blockade auch durchgeführt wird. Einen militärischen Einsatz auf Kuba schließt der amerikanische Präsident Trump allerdings aus. Seiner Meinung nach ist eine Invasion nicht notwendig, da die Sanktionen das gleiche Ziel mit weniger Aufwand erreichen. Laut Experten wäre eine Übernahme Kubas durch die Amerikaner keine schlechte Idee. Die technischen Anlagen der Kubaner sind aufgrund der langen Isolation des Landes in einem so schlechten Zustand, dass nur der Eingriff einer Industrienation die Infrastruktur des Landes vor dem endgültigen Zusammenbruch retten könnte.

Chinesische und russische Interessen 

Bisher konnte sich Kuba immer auf die Unterstützung der chinesischen und russischen Regierungen verlassen. China hat zwar den Kubanern in der augenblicklichen Krise eine Finanzspritze von 80 Millionen US-Dollar und 60 000 Tonnen Reis versprochen, will aber augenscheinlich nicht die Blockade der Amerikaner brechen, um den lebensnotwendigen Treibstoff einzuschleusen. Auch die engen Beziehungen mit Russland scheinen im Augenblick von wenig Nutzen. Obwohl mehr als 20 000 Kubaner an russischer Seite im Krieg gegen die Ukraine kämpfen, mischt sich Putin nicht weiter in den Konflikt mit den Amerikanern ein. Stattdessen schickt er leere Flugzeuge, die russische Staatsangehörige aus Kuba evakuieren. Ohne die beiden mächtigen Kampfgenossen wird Kuba bald keine andere Wahl gelassen, sich den Forderungen Trumps zu unterwerfen. 

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Alexander Grünstedt