

Edeka-Kunden wurden kürzlich Zeugen einer Szene wie aus einem Albtraum. Ein Anblick, bei dem einem das Blut in den Adern gefriert. Und dass so etwas nicht nur einmal, sondern gleich zweimal innerhalb kurzer Zeit passiert, ist unfassbar.
Rund 13 Millionen Menschen kaufen täglich in den Filialen des Edeka-Verbunds (einschließlich Netto Marken-Discount) ein. Die meisten ihrer Einkaufserlebnisse verlaufen angenehm, aber ohne besondere Erinnerungen. Für einige Edeka-Kunden jedoch wurde ihr jüngster Einkaufsgang zum Albtraum.
Schlange im Edeka-Markt
Aus dieser Verpackung ragt ein Kopf heraus. Der Kopf einer Schlange, und keiner heimischen Art – wie die Feuerwehr bald feststellte. Die exotische Schlange war als blinder Passagier in einer mit Plastikfolie umwickelten Bananenlieferung mitgereist. Es wird vermutet, dass das Tier in seinem Herkunftsland auf Beutejagd war und irgendwie zusammen mit den Bananen den ganzen Weg bis in einen Edeka-Markt in Bayern transportiert wurde.
Glücklicherweise stellte sich trotz des zunächst erschreckenden Schocks der Entdeckung schnell heraus, dass die kleine Schlange harmlos war: Es handelte sich um eine Wolkenschlange, die häufig in den südlichen Teilen Nordamerikas sowie in Südamerika anzutreffen ist. Sie besitzt kein Gift und ernährt sich tatsächlich hauptsächlich von Schnecken. Diese Wolkenschlange hatte das Glück, ihr Erlebnis zu überleben, und wird nun ein neues Zuhause finden.
Zweiter Fund innerhalb weniger Tage
Wie der Merkur schreibt, war die Schlange jedoch nur einer der blinden Passagiere, die gefunden wurden. Eine andere Edeka-Filiale (ebenfalls in Bayern) sah sich nur wenige Tage zuvor mit einer riesigen, eindeutig exotischen Spinne konfrontiert. Es ist nicht sicher, wie die Spinne in den Supermarkt gelangt ist. Zunächst scheint sie falsch identifiziert worden zu sein: Als die Feuerwehr nach der Entfernung ein Bild des Fundes veröffentlichte, wurde sie als „Bananenspinne“ beschrieben – eine große giftige Spinne aus Süd- und Mittelamerika. Später identifizierten Experten sie als eine harmlosere Riesenkrabbenspinne, die zwar riesig, aber ungiftig ist. Allerdings überlebte die Spinne ihre Strapazen nicht.
Exotische Tiere werden oft zu blinden Passagieren
Glücklicherweise war in den oben genannten Fällen keines der Tiere gefährlich. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Immer wieder gibt es Berichte über giftige Tiere – offenbar vor allem Spinnen –, die versehentlich in deutsche Supermärkte gelangen. Im Januar 2025 musste ein Discounter in Berlin evakuiert werden. Ähnliche Meldungen sorgten in den letzten Jahren unter anderem auch in Heilbronn und Prerow (MV) sowie im Kreis Kleve (NRW) für Alarm. Meistens verstecken sich die Übeltäter in Bananenlieferungen. Und manchmal schaffen sie es sogar, anderswo Unterschlupf zu finden. In Großbritannien beispielsweise wurde einem Paar eine giftige Bananenspinne mit einer Lebensmittellieferung nach Hause geliefert.
Was tun, wenn man ein fremdes Tier entdeckt?
Im Supermarkt ist es einfach – man alarmiert das nächste Personalmitglied und überlässt ihm die Situation. Findet man ein fremdes Tier in der eigenen Wohnung, sollte man versuchen, es – falls es sich um eine Spinne handelt – mit einem Glas oder Behälter zu isolieren. Machen Sie ein paar Fotos und überprüfen Sie die Identität der Spinne bei NABU. Handelt es sich um ein großes oder potenziell gefährliches Tier, sollten Sie sofort die Polizei informieren.
Erst vor wenigen Jahren entkamen mehrere exotische Giftschlangen aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, wo sie offenbar zurückgelassen worden waren. Das gesamte Haus musste evakuiert werden, und die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, um zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle Tiere entfernt worden waren.
Foto: Wagner2005, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons