

Nicht nur die deutschen Arbeitgeber und Gewerkschaften befinden sich zurzeit in Tarifverhandlungen. Auch Discounter und Supermärkte müssen jährlich Verhandlungsrunden mit Großhändlern führen, die dann letztendlich auch die Lebensmittelpreise für die Endverbraucher bestimmen. Nicht selten kommt es da zu Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten, besonders wenn die Großhändler ihre Preise beträchtlich erhöhen wollen. Besonders Edeka ist durch einen langjährigen Streit mit Pepsi und anderen US-amerikanischen Markenlieferanten vermehrt in die Schlagzeilen geraten, weil Kunden plötzlich nicht mehr Produkte wie Miracoli, Uncle Ben’s, Airwaves, Whiskas und Kellogs auf den Regalen finden konnten. Jetzt ist die Rede vom Supermarktriesen Rewe, der mit dem Großhändler Kühne aneinandergeraten ist.
Große Produktreihe betroffen
Gemäß einer Meldung der Rewe-Geschäftsführung verlangt Kühne in den Jahresgesprächen einen zu hohen Einkaufspreis für die Produkte. Deshalb hat die Supermarktkette die Bestellungen seit Jahresbeginn eingestellt und dieses Wochenende läuft der Vorrat an Kühne-Produkten aus. Das Resultat sind leere Regale in Rewe-Supermärkten bundesweit. Kühne ist bekannt und beliebt für seine große Auswahl an Produkten von eingelegtem Gemüse im Glas, darunter Gewürzgurken, Rotkohl, Sauerkraut und rote Beete, sowie verschiedene Dressings, Soßen und Delikatessen. In der Zwischenzeit hat die Rewe-Zentrale in Köln die Filialen angewiesen, Kühne-Artikel mit Produkten aus den eigenproduzierten Marken Ja, Rewe beste Wahl und Rewe bio zu ersetzen. Auf Anfrage zeigt sich allerdings Kühne zuversichtlich, dass sich die zurzeit festgefahrene Situation bald auflockern wird und man schleunigst zu einer Absprache kommt.
Eigenprodukt in massiver Rückrufkampagne
Wenn es allerdings um Rewes Eigenmarke Ja geht, ist im Augenblick eines der Produkte von einem bundesweiten Rückruf betroffen. Dabei dreht es sich um die beliebte „Ja! Delikatess-Salami“, die nach Angaben des Herstellers Gustoland GmbH von E-coli-Keimen verseucht sein könnte. E‑Coli-Bakterien können Magen-Darm-Erkrankungen verursachen und vom Verzehr der Salami wird dringend abgeraten. Betroffen sind ausschließlich 200‑Gramm-Päckchen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28.02.2026 und 01.03.2026 und dem aufgedruckten EAN-Code 4337256506304. Wer die betroffene Salami gekauft hat, sollte diese schleunigst an einen Rewe-Supermarkt zurückgeben. Die Erstattung des Kaufpreises erfolgt auch ohne Vorlage des Kassenbons.