

Dramatischer Flugzeug-Crash am Flughafen Frankfurt: Eine Boeing der Lufthansa brach plötzlich stehend zusammen, mehrere Menschen wurden dabei verletzt.
Flug LH450 sollte am 4. Juni von Frankfurt nach Los Angeles fliegen, doch die Lufthansa konnte die Reise an die Westküste der USA diesmal nicht antreten. Grund war ein dramatischer Zwischenfall an Gate A15, der sich um 12:45 Uhr ereignete. Dort krachte plötzlich das Bugfahrwerk der eingeplanten Boeing 787-9 zusammen, der Flieger knickte vorn ein.
Video zeigt dramatische Momente
Es gibt ein Video des Vorfalls, das zeigt, dass das Bugfahrwerk des Dreamliner plötzlich nach vorn wegbricht. Das Heck der Boeing 787-9 mit dem Taufnamen Herne ragt schließlich in den Himmel, der Bug liegt auf der Nase. Das Flugzeug ist im vorderen Rumpfbereich stark beschädigt. Die Klappen des Bugfahrwerks scheinen nach außen gedrückt, eine wurde beim Sturz auf das Vorfeld gar abgetrennt. Die Triebwerke berühren vorn den Boden.
Personal war an Bord
Wie man auf den Aufnahmen ebenfalls sieht, steht die Fluggastbrücke am Flieger – zuvor war die Crew bereits an Bord gegangen. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich gerade ein Mitarbeiter der Bodenabfertigung auf einem Highloader neben dem Flieger. Ein weiterer befand sich neben dem Bug. Beide blieben unverletzt.
Ärgerlich: Die Maschine war gerade mal ein Jahr alt und wurde erst im Januar an die deutsche Fluggesellschaft ausgeliefert. Das Flugzeug verfügt über die neue Allegris-Kabine, aber keine First Class.
Untersuchungen laufen
Die Lufthansa veröffentlichte bereits eine Stellungnahme zum Zwischenfall und gab bekannt, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls Crew- und Bodenmitarbeitende an Bord befunden hätten, aber noch keine Passagiere. „Mehrere Mitarbeitende wurden leicht verletzt und werden medizinisch versorgt“, sagte ein Sprecher. Zwei Crewmitglieder von Lufthansa mussten zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die genauen Umstände des Unfalls seien nun Gegenstand von Untersuchungen zusammen mit den zuständigen Stellen, so heißt es. Technikfachleute und Hilfskräfte seien vor Ort.