

Waldbrände wüten im Süden Europas, und eine der schönsten Regionen Italiens ist mittlerweile kaum noch wiederzuerkennen. Es finden dringende Evakuierungen statt, doch die Rettungskräfte stehen vor einem einzigartigen Problem.
Hunderte von Menschen sind in einer verzweifelten Lage gefangen. Ein Waldbrand wütet entlang der südlichen Adriaküste und schneidet praktisch alle Straßen und Wege aus dem Gebiet ab. Es gibt keinen sicheren Weg, auf dem sich die Betroffenen in Sicherheit bringen können.
Massenevakuierung in Süditalien im Gange
Die Region um die Stadt Peschici in Süditalien ist von lodernden Flammen umzingelt. Die Lage wird immer gefährlicher, weshalb die Behörden beschlossen haben, mit Evakuierungen zu beginnen. Und es gibt nur noch „eine einzigen machbare Route“: Hunderte von Menschen müssen auf dem Seeweg in Sicherheit gebracht werden.
Bereits am gestrigen Sonntag waren Schiffe der Küstenwache, der italienischen Finanzpolizei sowie private Schiffe ununterbrochen damit beschäftigt, Strandbesucher und Touristen in Sicherheit zu bringen. Rund 400 Menschen wurden evakuiert. Wie ntv berichtet, wird erwartet, dass noch weitere 300 Menschen evakuiert werden müssen.
Die gute Nachricht ist jedoch, dass laut lokalen Medienberichten der Bürgermeister von Peschici heute früh die Lage als unter Kontrolle befindlich bezeichnete.
In Frankreich und Spanien wüten weiterhin massive Brände
Das Gleiche lässt sich leider nicht über die Waldbrände sagen, die in Frankreich und Spanien weiterhin wüten. Frankreich ist dabei, Hunderttausende Menschen zu evakuieren – alle Versuche, die Brände im Südwesten des Landes einzudämmen, sind bislang gescheitert. Die Chefin des spanischen Katastrophenschutzes, Virginia Barcones, sprach gegenüber dem Sender TVE von einer durch die Brände ausgelösten „massiven Krise“ – einem Feuer-„Monster“. Bislang sind in der Region Madrid sowie in den Provinzen Ávila und Toledo rund 77.000 Hektar betroffen.
Hinweis für Urlauber
Wenn Sie einen Urlaub in oder in der Nähe einer der kürzlich von Waldbränden betroffenen Regionen gebucht haben, wird dringend empfohlen, dass Sie sich mit Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Unterkunft in Verbindung setzen, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist und Ihr Urlaub wie geplant stattfinden kann.
Zu den Regionen, die in letzter Zeit stark betroffen waren, gehören:
Frankreich: Massive Evakuierungen im Südwesten, insbesondere in der Region Gironde und um Bordeaux
Spanien: Großbrände in der Nähe von Madrid, Kastilien und León sowie Cádiz haben Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Es gelten strenge Notfallmaßnahmen.
Italien: Zahlreiche Brände wurden durch extreme Hitze angefacht, was in Gebieten wie Apulien Evakuierungen auf dem Seeweg erforderlich machte.
Portugal und Griechenland: Von Waldbränden zu Beginn des Sommers und hohen Alarmstufen nach vorzeitigen Hitzewellen im Mai und Juni betroffen.
Albanien: Es wird von mehreren sich schnell ausbreitenden Bränden in ländlichen Gebieten berichtet, die ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten haben.