Massive Schließungen bei beliebtem Discounter

Stationäre Geschäfte verschwinden weiterhin in alarmierendem Tempo. Unzählige kleine und unabhängige Läden müssen angesichts steigender Kosten und nachlassender Kaufbereitschaft aufgeben, aber auch die großen Ketten bleiben nicht verschont: Wie nun bekannt wurde, bereitet sich sogar ein beliebter Discounter darauf vor, zahlreiche weitere Filialen zu schließen.

Die Rede ist vom Mode-Discounter-Riesen KiK, der gerade dabei ist, sein Filialnetz gnadenlos auszudünnen. Aktuellen Informationen zufolge sollen in Europa 300 Filialen schließen, davon 150 in Deutschland allein.

KiK setzt Filialschließungen fort
Bislang hat KiK noch keine vollständige Liste aller betroffenen Filialen veröffentlicht, doch den Medien werden nun immer mehr Standorte gemeldet: Wie der Merkur berichtet, haben mehrere Filialen bereits nach einer Ankündigung von KiK zu Beginn des Jahres geschlossen – zu einem Zeitpunkt, als noch von lediglich 50 betroffenen Standorten die Rede war –, nun stehen bundesweit viele weitere vor dem Aus.

Zu den bestätigten bevorstehenden Schließungen gehören:

Mengen (Baden-Württemberg) – 16. Oktober

Pfullendorf (Baden-Württemberg) – Oktober

Wutöschingen (Baden-Württemberg) – 18. September

Forst (Brandenburg) – 28. November

Potsdam-Babelsberg (Brandenburg) – 31. Dezember

Dassel (Niedersachsen) – 28. November

Hamm (NRW) – Oktober

Gröditz (Sachsen) – 17. September

Warum muss KiK so viele Filialen schließen? Die Schließungen sind das Ergebnis einer laufenden Überprüfung: Laut Angaben des Unternehmens handelt es sich bei den zu schließenden Filialen um solche, die dauerhaft hinter den Erwartungen zurückbleiben. Gerade in der aktuellen Situation muss es das Ziel der Kette sein, ein Höchstmaß an Rentabilität zu sichern. Schließlich muss KiK nicht nur mit anderen Discountern konkurrieren, sondern auch mit den Online-Billigangeboten von Amazon, Shein und Temu.

Kunden sollten auf Ankündigungen achten
Aus diesem Grund baut der Discounter mit Sitz in Bönen (NRW) sein Filialnetz in bestimmten Regionen bewusst ab: Wo zu viele KiK-Filialen zu dicht beieinander liegen, besteht die Befürchtung, dass sie miteinander konkurrieren – eine Zusammenlegung zu einer Filiale für ein größeres Gebiet ist zudem kosteneffizienter. Damit einhergehend werden auch die Öffnungszeiten in vielen Filialen gekürzt – eine spätere Öffnung und eine frühere Schließung sind möglich. Verbraucher sollten daher auf Ankündigungen zu Änderungen in ihrem örtlichen Markt achten.

Auch wenn die Schließung von 150 Filialen wie ein drastischer Schritt erscheint, können Verbraucher sicher sein, dass der Discounter weiterhin stark in Deutschland vertreten sein wird: Nach eigenen Angaben gibt es bundesweit immer noch über 2.200 KiK-Filialen.

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