Mehrere Todesopfer nach Feuer-Inferno im Einkaufszentrum

Gigantischer Brand fordert acht Todesopfer: Entsetzen herrscht in der Großstadt Andisheh westlich von Irans Hauptstadt Teheran. Das Feuer war am Dienstag ausgebrochen und hatte sich rasend schnell ausgebreitet.

Videoaufnahmen zeigten dichte schwarze Rauchwolken über dem mehrstöckigen Einkaufszentrum Arghavan in der Stadt Andisheh, in dem sich mehr als 250 Geschäfte befinden. Drohnen flogen um das riesige Gebäude, die Feuerwehr kämpfte viele Stunden lang gegen die Flammen. Neben acht Todesopfern sind auch 36 Verletzte zu beklagen.

Bauleiter wurde verhaftet
Nach derzeitigem Erkenntnisstand hat sich das Feuer über die für die Fassade verwendeten leicht entzündlichen Verbundstoffe besonders schnell ausgebreitet. Aus diesem Grund wurde der Geschäftsführer des Bauunternehmens, das das Einkaufszentrum errichtet hatte, mittlerweile verhaftet, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Hinweise darauf, dass der Brand mit dem Krieg in Verbindung stehen könnte, gibt es bisher nicht. Einen Unfall oder eine Brandstiftung möchten die Behörden momentan nicht ausschließen.

Erinnerungen an andere Brandkatastrophen
Es ist nicht die einzige Feuerkatastrophe in einem Einkaufszentrum in der internationalen Geschichte. So kamen etwa bei einem Großbrand in einem sibirischen Einkaufszentrum im Jahr 2018 64 (!) Menschen ums Leben, darunter 41 Kinder. Schuld waren verschlossene Notausgänge und ein abgeschaltetes Alarmsystem. 

Da die baulichen Vorgaben in Deutschland streng sind, kommt es kaum zu Brand- oder Einsturzkatastrophen in Einkaufszentren. 2016 erschütterte jedoch ein Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum in München das ganze Land. Dieser war rassistisch motiviert und forderte neun Menschenleben.

Tausende Tote in Shoppingcentern
Tragisch waren zudem Vorfälle in Seoul in Südkorea (1995) und Savar in Bangladesch (2013): Ein fünfstöckiges beziehungsweise achtstöckiges Gebäude war eingestürzt. In Korea sterben 502 Personen, in Bangladesch gar 1100. Danach flammte Kritik an Korruption, Planungsfehler und der Missachtung von Sicherheitsvorschriften sowie mangelhaften Arbeits- und Gebäudesicherheitsstandards in der Textilindustrie auf.

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Martin Beier