

Wer einen Freizeitpark besucht, erwartet in der Regel einen unterhaltsamen Tag mit der Familie, bei dem Spiel, Spaß und gutes Essen im Vordergrund stehen. Die wenigsten Abenteuerlustigen erwarten, dass ihnen bei dem Besuch auf einer weltbekannten Attraktion das Leben genommen wird oder dass sie den Park mit schwerwiegenden, lebenslang anhaltenden Gesundheitsbeeinträchtigungen verlassen müssen. Jetzt kommen allerdings erste alarmierende Berichte über ausgerechnet eine der beliebtesten Vergnügungspark-Attraktionen: die Achterbahn. Im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien werden immer mehr Anzeigen und Klagen registriert. nachdem über hundert Adrenalinjunkies nach einer Fahrt mit der berühmt-berüchtigte X2‑Achterbahn im Six-Flags-Magic-Mountain-Vergnügungspark außerhalb von Los Angeles erhebliche Hirnverletzungen erlitten haben.
Absturz bei 122 Kilometern pro Stunde
Die X2-Achterbahn gilt als eine der spektakulärsten Achterbahnen weltweit und wendet sich an Fahrgäste, die einen ganz besonderen Nervenkitzel erwarten. Auf einem Teil der Strecke stürzt die Bahn mit einer Geschwindigkeit von etwa 122 Kilometern pro Stunde senkrecht 60 Meter in die Tiefe. Gleichzeitig sitzen die Fahrgäste auf rotierenden Sitzen, die sich ständig um 360 Grad um sich selbst drehen. Laut den beim kalifornischen Gericht eingelegten Klagen sind aber offensichtlich diese als besonderen Nervenkitzel annoncierten Eigenschaften der X2-Achterbahn mehr, als der menschliche Körper vertragen kann. Drei der Klagenden haben bei der Achterbahnfahrt so schlimme Hirnverletzungen erlitten, dass sie als arbeitsunfähig betrachtet werden müssen. Hinzu kommen enorme Krankenhausrechnungen, nachdem die Geschädigten Wochen unter ärztlicher Beaufsichtigung verbrachten.
Erster Toter gleich nach Einweihung
Die behandelnden Ärzte der X2-Patienten nannten als Grund für die Hirnschäden ein „traumatisches Beschleunigungs-Verzögerungs-Ereignis“, das sie sich ausschließlich während der X2-Fahrt zugezogen haben können. Die Achterbahn existiert seit 2008 im Six-Flags-Magic-Mountain-Vergnügungspark und war schon wenige Monate nach der Eröffnung umstritten, nachdem einer der Fahrgäste kurz nach der Fahrt verstarb. Auch im Jahre 2025 kam es zu einem Todesfall, der sich der X2 zuschreiben lässt. Geschädigte haben jetzt nicht nur die Betreiber der Achterbahn auf Schadensersatz verklagt, sondern auch den Hersteller der X2.