

Deutschland kam heute in weiten Teilen zu einem kompletten Stillstand und sowohl im Norden als auch in Bayern mussten Straßen gesperrt und der öffentliche Nah- sowie Fernverkehr eingestellt werden. In der Zwischenzeit sitzen die Gewerkschaften und Arbeitgeber in den alljährlichen Tarifverhandlungen. Dabei bieten die schlimmen Wetterverhältnisse in vielen Fällen den Arbeitnehmervertretern die Möglichkeit, noch mehr Druck auszuüben. Von der zweitgrößten deutschen Gewerkschaft, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), kommen jetzt Mahnungen für Warnstreiks.
Verhandlungen zusammengebrochen
Besonders schlimm betroffen von den Warnstreiks werden Autofahrer und Nutzer von Autobahnen sein. Am vergangenen Donnerstag sind nämlich die Verhandlungen zwischen Ver.di und der Autobahn GmbH, die für den Betrieb der Autobahnen verantwortlich ist, zusammengebrochen. Laut Gewerkschaftssekretär Martin Krupp haben die Repräsentanten der Autobahn GmbH die Forderungen nach sieben Prozent mehr Lohn nicht ernst genommen und auch kein konkretes Angebot zum Entgelt vorgelegt. Um die Arbeitgeber bis zur zweiten Runde Anfang Februar dazu zu zwingen, die Vorschläge der Gewerkschaft ernst zu nehmen, müssen den Forderungen “offenbar Nachdruck verliehen werden“. Im Klartext bedeutet dies, dass sich Deutschland innerhalb der nächsten Tage und Wochen auf Streiks auf den Autobahnen einstellen müssen.
Auch andere Gewerkschaft betroffen
Neben Ver.di sind auch die Mitglieder des DBB Beamtenbundes und Tarifunion von den Streikwarnungen betroffen. Dort ist man allerdings zufolge des dbb-Verhandlungsführers Andreas Hemsing vorläufig weniger aggressiv gestimmt: „Es ist nicht Art des dbb, unmittelbar nach dem Verhandlungsauftakt laut über Streikmaßnahmen zu reden. Allerdings darf sich ein Arbeitgeber, der nicht in der Lage war, uns heute ein konkretes Angebot vorzulegen, auch nicht wundern, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen der Meinung sind, ein Warnschuss zur rechten Zeit könnte die Chefetage bei der Autobahn GmbH aufwecken.” Die Geschäftsführung der Autobahn GmbH bedauere zwar den Zusammenbruch der Verhandlungen, suche aber nach einer mehr realistischen Lösung für die rund 15 000 Beschäftigten, die sowohl die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würdige als auch die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens respektiert.
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Jetzt, bei diesen Witterungsverhältnissen, streiken. Diese Gewerkschaften sollte man zum Teufel jagen!!!!!!!!!!!