Monaco-Attentäter war Attentäterin aus Deutschland

Eine Paketbombe im Fürstentum Monaco und deren brutale Folgen schockierten vor wenigen Tagen die Welt. Der Mordversuch richtete sich gegen den ukrainischen Oligarchen Vadym Yermolaiev, der aufgrund seiner engen russischen Beziehungen im Ausland lebte. Die Bombe wurde zufolge ersten Angaben von einem Mann abgeliefert, aber jetzt gab die internationale Polizeibehörde Interpol bekannt, dass es sich bei dem vermutlichen Täter um eine verkleidete Frau handelte. Im Fokus der Ermittlungen steht die in Deutschland lebende Ukrainerin Anastasiia B., die sich zurzeit auf der Flucht, möglicherweise im deutschsprachigen Raum, befindet. 

Flucht nach Frankreich 

Die Paketbombe wurde am vergangenen Montag an der Adresse des Oligarchen abgegeben. Laut den monegassischen Behörden soll die Bombe neben der Sprengvorrichtung auch Schrauben und Metallkugeln enthalten haben, um größtmögliche Verletzungen bei den Opfern zu erzielen. Das heimtückische Attentat war das erste seiner Art in Monaco und hat Entsetzen im Fürstentum ausgelöst. Die ersten Ermittlungen führten zu einer großräumigen Fahndung im Süden Frankreichs, weil die Attentäterin nachweislich zu Fuß über die Grenze in die französische Kleinstadt Beausoleil geflüchtet war. Dort verloren die Fahnder jedoch ihre Spur und Anastasiia B. ist nun auf der „Most Wanted“-Liste von Interpol

Hessischer Bezug 

Laut der Fahndung hat die Ukrainerin einen starken Bezug zu Deutschland. Nicht nur spricht sie fließend Deutsch, sondern sie war auch über längere Zeit im hessischen Main-Taunus-Kreis ansässig. Es könnte deshalb sein, dass sie im Augenblick in Deutschland Unterschlupf gefunden hat. Die hessische Polizei hat bereits ihre angemietete Wohnung untersucht und hält diese unter Überwachung. 

Markantes Tattoo 

Anastasiia B. ist 39 Jahre alt und hat dunkle Haare. Ihre Muttersprache ist Ukrainisch, sie spricht allerdings gut Deutsch. Als besonderes Merkmal nennt die Fahndung eine markante Tätowierung, möglicherweise eine Schlange, auf ihrem rechten Arm, die von der Schulter bis zum Ellbogen reicht. Ihr wird vorläufig versuchter Mord und die absichtliche Ablage eines Sprengkörpers im öffentlichen Raum vorgeworfen, aber nicht die Ausführung eines terroristisch motivierten Attentats.

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Alexander Grünstedt