

Der Krieg in der Ukraine hat seinen 1574. Tag erreicht, und was zu Beginn wie ein Kinderspiel für die russischen Übergreifer aussah, hat sich jetzt in einen Albtraum für Putin entwickelt. Das russische Militär verliert ständig an Boden und zu allem Überfluss geraten zunehmend russische Städte, darunter sogar Moskau und St. Petersburg, unter Beschuss. Die Beliebtheit des russischen Präsidenten unter der Bevölkerung hat einen neuen Tiefpunkt erreicht und auch unter den traditionellen Verbündeten verliert Russland an Ansehen. Jetzt kommt einer der stärksten Befürworter des Krieges in der Ukraine mit außergewöhnlicher Kritik an Putin und geht sogar so weit, sich bei dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu entschuldigen.
Ukraine hat nichts zu befürchten
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in einem Gespräch mit dem arabischen Fernsehsender Al Arabiya unerwartet mild gegenüber der Ukraine gezeigt. Lukaschenko, der im Westen aufgrund von Wahlbetrug und einem brutalen Vorgehen gegen die belarussische Opposition nicht als Staatsoberhaupt anerkannt ist, hat bisher stoisch an Putins Seite verharrt. Dabei gab er den Russen eine freie Hand, Belarus als Stützpunkt für weitere Angriffe auf die Ukraine zu nutzen. Jetzt macht Lukaschenko einen überraschenden Rückzieher und versichert der Ukraine, dass das kriegszerrüttete Land von belarussischer Seite aus „absolut nichts zu befürchten” hat.
Entschuldigung nach konkreten ukrainischen Drohungen
„Falls sich Wolodymyr Alexandrowitsch gekränkt gefühlt hat, entschuldige ich mich bei ihm für diese Worte. […] Was die Kritik an Selenskyj angeht, nun, vielleicht habe ich es irgendwo etwas übertrieben, aber das war eine Reaktion auf seine unangebrachten Äußerungen“, sagte Lukaschenko in dem Interview mit dem arabischen Sender. Gleichzeitig warnt er aber davor, dass auch die Ukraine ihre Wortwahl gegenüber Belarus besser ermessen sollte. Die Aussagen Lukaschenkos kamen, nachdem das ukrainische Militär mehrere belarussische Ziele identifiziert hatte, von denen aus russische Streitkräfte Angriffe starten. In dem gleichen Gespräch kritisierte Lukaschenko die Fortsetzung des Krieges und machte Putin darauf aufmerksam, dass ihm die Streitkräfte ausgehen und ein Gewinn in der Ukraine nicht wahrscheinlich erscheint. Neben Lukaschenko hat auch der chinesische Staatspräsident und Putin-Vertraute Xi Jinping gegenüber dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump zum Ausdruck gebracht, dass Putin den Angriff auf die Ukraine bereuen wird.