Neue Einschränkungen in Freibädern – Das müssen Sie wissen

Millionen von Menschen bundesweit werden an diesem Wochenende in die Freibäder strömen. Doch für nicht wenige wartet eine böse Überraschung: Aufgrund neuer Einschränkungen könnte ihnen der Zutritt durchaus verwehrt werden.

Die Sonne brennt vom Himmel – es ist das bisher heißeste Wochenende des Jahres in Deutschland. An manchen Orten sogar das heißeste, das je gemessen wurde. Zu Hause unter dem Ventilator zu sitzen, bringt nur begrenzt Abkühlung. Wie wäre es also mit einem Ausflug ins Freibad? Aber Vorsicht: Bevor Sie losfahren, sollten Sie sich sorgfältig informieren, denn zahlreiche Freibäder in ganz Deutschland haben neue Regeln eingeführt.

Deutschkenntnisse ein Muss
Für die größten Schlagzeilen sorgte in den letzten Tagen die neue Regelung im Heidebad in Halle (Saale), wo sich die Verwaltung das Recht vorbehält, den Zutritt aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse zu verweigern. Dafür gab es viel Kritik, doch das Argument der Schwimmbadleitung lautet, dass Besucher über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen müssen, um Sicherheitshinweise verstehen und darauf reagieren zu können.

Kein Zutritt für Nichtschwimmer
Es ist erst seit wenigen Wochen Badewetter, doch schon häufen sich die Berichte über schreckliche Unfälle in Freibädern, Seen und am Meer. Allzu oft sind Kinder unter den Opfern. Einige Freibäder ergreifen nun konkrete Maßnahmen, zum Beispiel:

Freibad Verl: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre dürfen ohne Aufsicht eines Erwachsenen nur Zutritt erhalten, wenn sie das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze besitzen. Wie der leitende Schwimmmeister Björn Jann dem WDR erklärt: „Es gibt zu viele Jugendliche, die nicht schwimmen können und sich nur ein paar Meter gerade so über Wasser halten.“ Unter Umständen kann diese Unfähigkeit schnell lebensgefährlich werden.

Westfalenbad und Hagener Freibäder: Alle Kinder bis einschließlich 14 Jahre müssen im Besitz des Bronze-Schwimmabzeichens sein. Ist dies nicht der Fall, müssen sie unter Aufsicht eines Erwachsenen stehen, wobei jeder Erwachsene jedoch höchstens zwei Kinder beaufsichtigen darf. Kinder unter 10 Jahren müssen eine Begleitperson im Alter von mindestens 16 Jahren dabei haben.

Keine Barzahlung mehr möglich
Und schließlich eine Einschränkung, die in immer mehr Freibädern eingeführt wird und viele Menschen überrascht: Bargeld ist kein willkommenes Zahlungsmittel mehr – weder für Eintrittskarten noch für Snacks, Getränke oder andere Dienstleistungen vor Ort. Immer mehr Einrichtungen akzeptieren nur noch digitale Zahlungsmethoden. Viele dieser Freibäder bitten Sie auch, Ihren Eintritt nach Möglichkeit im Voraus online zu buchen und zu bezahlen. So ersparen Sie sich lange Warteschlangen am Eingang. Außerdem besteht besonders an diesem Wochenende die Möglichkeit, dass viele Last-Minute-Besucher an der Tür abgewiesen werden, sobald die maximale Besucherzahl erreicht ist. Indem Sie Ihr Ticket im Voraus kaufen und frühzeitig vor Ort sind, können Sie dies vermeiden.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Oskar Herbert