Parteien einig über Steinmeiers Nachfolge

Am 30. Januar 2027 ist es wieder so weit. Die Parteien im Bundestag werden über die Nachfolge des augenblicklichen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier abstimmen und die Suche nach möglichen Kandidaten ist im vollen Gang. Fast alle Parteien haben bereits zum Ausdruck gegeben, dass es an der Zeit ist, die Position als deutsches Staatsoberhaupt bei der nächsten Wahl einer Frau anzubieten. Dabei macht sich jetzt ein Name besonders bemerkbar, der nicht nur die Zustimmung der Unionsparteien erhält, sondern auch die der SPD-Spitze.  

Langjähriges Mitglied des bayerischen Landtags 

Der allgemeine Zuspruch gilt überraschenderweise der Kandidatin der bayerischen CSU-Regierung. Die Söder-Regierung würde nämlich gerne die augenblickliche Präsidentin des bayerischen Landtags, Ilse Aigner, als zukünftiges deutsches Landesoberhaupt sehen. Dies gab CSU-Chef Markus Söder heute in einem Gespräch mit der „TZ“ bekannt. 

Allgemein beliebte und volksnahe Politikerin

Aigner wurde 1964 geboren und ist seit 2011 die Vorsitzende des größten CSU-Bezirksverbandes in Oberbayern. Mitglied im bayerischen Landtag ist sie schon seit 1994 und von 2008 bis 2013 war sie Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in beiden Merkel-Kabinetten. Auf eigenen Wunsch verließ sie den Ministerposten und kehrte wieder zum bayerischen Landtag zurück. Jetzt besteht die große Chance, dass sie nach Berlin zurückkehrt, um in den traditionellen Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten in Schloss Bellevue einzuziehen. Laut dem CSU-Vizechef Manfred Weber steht „Ilse Aigner für Integrität, Bürgernähe und klare Haltung – über Parteigrenzen hinweg verbindend und entschlossen gegen Extremismus. Genau so eine Bundespräsidentin braucht Deutschland jetzt.“ 

SPD-Spitze beeindruckt 

In einer seltenen Übereinstimmung mit der CSU reagierte SPD-Chef Lars Klingbeil äußerst positiv auf Söders Aigner-Vorschlag: „Ich schätze Ilse Aigner sehr. Die Momente, wo ich mit ihr zusammengearbeitet habe, das waren sehr gute Momente. Ich halte sie für eine Brückenbauerin“, sagte er in der Bild-Zeitung. Auch der ehemalige deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gab seine Wertschätzung für die CSU-Politikerin bekannt: „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren. Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.“  

Merz zögert 

Nur Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich bisher nicht zu Söders Vorschlag geäußert. Der Kanzler würde eigentlich gerne Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) im Schloss Bellevue installieren. Ihm wurde allerdings bereits unmissverständlich seitens der SPD und der Grünen mitgeteilt, dass Klöckner unter keinen Umständen die notwendigen Stimmen der beiden Parteien erhalten wird. Auch die CDU-Bildungsministerin Karin Prien, die den Job gerne hätte und dementsprechend Signale aussendet, wird keine Chance gegen die weit beliebtere CSU-Kandidatin aus Bayern haben. 

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Alexander Grünstedt