Reiche übergibt deutsche Infrastruktur an Trump-Vertrauten

Die Energieversorgung steht im Mittelpunkt einer jeden Nation, wie der Blackout in Berlin gerade gezeigt hat. Deshalb vermeiden die meisten Länder, den Zugriff auf diesen wichtigen Teil der Infrastruktur an andere Länder zu überlassen. Nicht so die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die gerade eine Übernahme eines Fünftels der gesamten deutschen Energieversorgung durch eine amerikanische Gesellschaft ermöglicht hat. Hinzu kommt, dass der neue Besitzer der deutschen Infrastruktur auch noch zu den engsten Vertrauten des umstrittenen amerikanischen Präsidenten Donald Trump gehört.  

Zugriff auf deutsches Militär 

Bei dem äußerst brisanten Deal dreht es sich um die Übernahme des größten unabhängigen Tanklagerbetreibers in Deutschland, TanQuid, durch die amerikanische Gesellschaft Sunoco LP mit Hauptsitz in Philadelphia in den Vereinigten Staaten. Sunoco wird von dem amerikanischen Öl-Tycoon und Milliardär Kelcy Warren kontrolliert, der für seine Rücksichtslosigkeit in Bezug auf Umweltzerstörung bekannt ist und zu den engsten Vertrauten Trumps gehört. Laut einem Bericht im Spiegel liegen jetzt ein Fünftel der gesamten deutschen Tanklagerkapazitäten und mehrere Tausend Kilometer Pipeline in amerikanischen Händen. Außerdem verschaffen sich die Amerikaner durch die Betriebsübernahme auch einen unmittelbaren Zugang zu deutschen Militäranlagen, die durch die Pipelines versorgt werden. 

Deal mit Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums 

Um deutsche Interessen auf deutschem Boden zu schützen, muss die Regierung, in diesem Fall das Bundeswirtschaftsministerium unter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, eine Zustimmung zu dieser Art von Übernahmen durch ausländische Interessen geben. Reiche hatte der Übernahme durch Sunoco bereits am 9. Januar 2026 heimlich zugestimmt und eine Woche später, am 16. Januar, wurde der Kauf abgeschlossen. Erst wenige Tage nach der vollendeten Übernahme gab das Ministerium bekannt, dass es  Sunoco die Zustimmung gegeben habe, weil der Konzern „ein führendes, erfahrenes, international agierendes Unternehmen im Bereich Energieinfrastruktur und Kraftstoffvertrieb“ sei.  Der Kaufpreis für die Übernahme wurde nicht veröffentlicht. 

Foto: Katherina Reiche am 15.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Alexander Grünstedt