Rückerstattung von der Krankenkasse: Warum das für viele Kassenpatienten keine gute Nachricht ist

Zahlreiche Krankenkassenpatienten erhalten derzeit eine Rückerstattung von ihrer Krankenkasse angeboten. Diese anzunehmen könnte jedoch höchst unerwünschte Folgen haben, warnt die Verbraucherzentrale: Kassenpatienten laufen Gefahr, in eine üble Falle zu tappen.

Gegen Ende des Jahres haben viele Bürger ein unwillkommenes, aber nicht unbedingt unerwartetes Schreiben von ihrer Krankenkasse erhalten: nämlich das über die notwendige Erhöhung ihrer Zusatzbeiträge. Vor allem, wenn man die Leistungen nicht sehr oft in Anspruch nimmt, ist das ein harter Schlag. Eine neue Mitteilung über eine Rückerstattung sollte daher eine unerwartet gute Nachricht sein.

Verbraucherzentrale warnt vor Rückerstattungsangebot
Das ist jedoch nicht unbedingt der Fall: Laut der Verbraucherzentrale NRW kann es Sie teuer zu stehen kommen, wenn Sie kürzlich eine E-Mail erhalten haben, in der Ihnen mitgeteilt wird, dass die Überprüfungen Ihrer Krankenkasse ergeben haben, dass Sie Anspruch auf eine Rückerstattung haben.

„Ihre Rückerstattung ist bereit. 470 €.“ Die E-Mail gibt vor, von der AOK zu stammen. Sie zeigt das AOK-Logo und die Farben der Krankenkasse. Die Anweisungen sind klar: Klicken Sie auf den Button und überprüfen Sie Ihre Kontodaten – Sie werden Ihre Zahlung innerhalb von 1–2 Werktagen erhalten. Aber wie die Verbraucherzentrale warnt, stammt diese E-Mail nicht von der beliebten Krankenkasse. Sie ist vielmehr das Werk von Betrügern.

So erkennen Sie den Betrug
Wenn Sie auf den in der E-Mail eingebetteten Button klicken, gelangen Sie auf eine Website, die der der AOK sehr ähnlich sieht. Anstatt jedoch eine Rückerstattung zu erhalten, werden Ihre hier eingegebenen Daten nur für kriminelle Zwecke missbraucht: Geld könnte von Ihrem Konto gestohlen werden, Sie könnten in dubiose Abonnements verwickelt werden oder Ihre Daten im Darknet verkauft werden.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt dringend, solche E-Mails zu ignorieren und zu löschen: Ein genauerer Blick auf die E-Mail-Adresse des Absenders und das Bewegen des Mauszeigers über den Link in der E-Mail zeigen schnell, dass diese nicht zur AOK gehören. Empfänger sollten auch beachten, dass die E-Mail nicht namentlich an sie adressiert ist.

Ein ähnlicher Betrug macht auch im Namen der Techniker Krankenkasse (TK) die Runde, und zweifellos werden auch andere bekannte Namen von den Betrügern verwendet, um unwissende Bürger zu täuschen.

Rückerstattungen sind möglich, aber Kassenpatienten sollten Vorsicht walten lassen
Viele Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern, die im Laufe des Jahres keine Leistungen (außer Vorsorge) in Anspruch genommen haben, tatsächlich Rückerstattungen an. In seltenen Fällen kann sogar eine Rückerstattung fällig werden, wenn die Beiträge zu hoch berechnet wurden. Wenn jedoch eine E-Mail wie die oben genannte eintrifft, sollten die Alarmglocken läuten.

Wenn Sie auf eine Rückerstattung von Ihrer Krankenkasse hoffen, sollten Sie überprüfen, ob es dazu eine entsprechende Benachrichtigung in der App gibt. Alternativ können Sie die Hotline der Krankenkasse anrufen, um herauszufinden, ob Ihnen Geld zusteht. Klicken Sie jedoch unter keinen Umständen auf den Link, der Ihnen in einer E-Mail zugesandt wurde.

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Oskar Herbert