

Jetzt also doch: Die Soldaten der deutschen Bundeswehr müssen in den Einsatz nach Grönland! Dort werden sie an der Seite Dänemarks auskundschaften, wie die Sicherheit vor Ort gewährleistet werden kann.
Das deutsche Verteidigungsministerium hat ein Erkundungsteam der Bundeswehr nach Grönland geschickt: 13 Soldaten wurden mit einem Transportflugzeug vom Typ A400M in die Hauptstadt Nuuk gebracht, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Das Verteidigungsministerium hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass der Einsatz stattfinden werde.
Soldaten auf Erkundungstour
„Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung“, begründete das Ministerium in Berlin diesen Schritt.
Einsatz soll Tage dauern
Es handelt sich um eine Konsequenz der erfolglosen Krisengespräche zwischen den USA, Dänemark und Grönland, die aktuell stattgefunden haben. Der militärische Erkundungseinsatz auf der Arktisinsel soll vorerst mehrere Tage dauern. Das Gespräch in Washington rund um den Streit um die Arktisinsel war am Mittwoch ohne Lösung geendet.
US-Präsident Trump denkt bekanntlich offen darüber nach, Grönland entweder mit Gewalt an sich zu reißen, oder es zu kaufen. Laut einem Bericht von „NBC News“ wollen die Vereinigten Staaten bis zu 700 Milliarden Dollar ausgeben, was der Nachrichtensender von drei mit der Sache vertrauten Personen erfahren haben soll.
Teurer Spaß für die USA
Wissenschaftler und ehemalige US-Beamte sollen durch Schätzungen auf diese Summe gekommen sein. Der Kauf der 2,1 Millionen Quadratmeilen großen Insel würde das US-Verteidigungsministerium damit über die Hälfte des Jahresbudgets kosten.
Alternatives Abkommen denkbar?
Grönland und Dänemark wollen allerdings weiterhin nichts davon wissen, dass die Insel zum Verkauf stehe. Eine weitere Option wäre laut „NBC News“ eine Aufnahme Grönlands in einen sogenannten „Compact of free association“ – damit hätten die USA mehr Sicherheitspräsenz gegen finanzielle Unterstützung. Ähnliche Abkommen gibt es bereits mit den Marshallinseln oder der Republik Palau. Laut „NBC News“ wäre damit Trumps Vision von amerikanischer Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre ebenfalls erfüllt – jedoch zu einem deutlich niedrigeren Preis.