Supermarktkette insolvent: Kunden müssen Preis dafür bezahlen

Schutzschirm für Handelsriese. Kunden werden um Geldwert geprellt. Eine große deutsche Supermarkt-Kette innerhalb des Edeka-Verbunds ist insolvent. Eine der ersten Konsequenzen trifft die Kunden direkt.

Die große deutsche Supermarkt-Kette Feneberg hat Insolvenz angemeldet. Rund 3000 Mitarbeiter sind von dem Vorgang betroffen. Das Allgäuer Familienunternehmen, das rund 70 Filialen betreibt, hat beim Amtsgericht Kempten ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich wirtschaftlich neu aufzustellen.

Ziel des Schutzschirmverfahrens ist es, die Filialen zu erhalten und die Löhne und Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern. Um dies zu ermöglichen, werden zunächst Strukturen innerhalb des Unternehmens überarbeitet. Einzelne Filialschließungen werden geprüft. Unter Umständen werden manche Standorte an Investoren weitergegeben, um Liquidität und Perspektiven zu schaffen.

Kunden werden um Geldwert geprellt

Für die Kunden gibt es jetzt schon konkrete Auswirkungen: Aufgrund des Schutzschirmverfahrens werden Gutscheine und Bonuskarten bei Feneberg derzeit nicht eingelöst, was bei vielen Betroffenen für Unmut sorgt. Online-Reaktionen zeigen, dass manche verärgert sind, weil sie bereits Geld für Gutscheine ausgegeben haben, die nun nicht eingelöst werden können; andere wiederum zeigen Verständnis für die Maßnahme, die letztlich Arbeitsplätze sichern soll.

Schutzschirmverfahren als Teil des Insolvenzrechts
Feneberg gehört zum Edeka-Verbund und gilt als größter selbstständiger Edeka-Händler in Deutschland. Beim Schutzschirmverfahren handelt es sich um eine Form des Insolvenzrechts, in der ein Unternehmen weiterhin selbst die Kontrolle behält und gleichzeitig versucht, sich unter einem gewissen Schutz vor Gläubigern zu sanieren. Ziel ist es, den Betrieb fortzuführen, Strukturen zu überarbeiten und eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft zu schaffen, ohne dass sofort alle Filialen geschlossen werden müssen oder der Geschäftsbetrieb vollständig zusammenbricht.

Dabei steht die Kette vor ernsten Herausforderungen: Das Unternehmen hat in den letzten Jahren hohe Verluste geschrieben, strukturelle Probleme im Filialnetz und Belastungen aus früheren Tochtergesellschaften, die ebenfalls in Problemen stecken. Diese Faktoren haben maßgeblich zur finanziellen Schieflage beigetragen.

Durch das Verfahren soll nun versucht werden, so viele Filialen und Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Feneberg blickt auf eine lange Geschichte zurück: Das Unternehmen wurde 1947 gegründet und ist besonders in Regionen wie dem Allgäu, Oberschwaben, Oberbayern und dem Bodenseegebiet vertreten.

Insgesamt steht Feneberg vor einer ungewissen Zukunft, in der eine restrukturierte und wirtschaftlich stabilere Form des Unternehmens gesucht wird – mit hoffentlich möglichst vielen erhaltenen Arbeitsplätzen und Filialen.

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  • Die sind doch so schön bunt und gendern. Wollen die Bunten und Geschwuchtelten wegen der peinlichen Geschäftsführung nicht mehr einkaufen? Also, Sachen gibt es.

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Sara Breitner