

Es brodelt mehr als gewöhnlich unter der Erde und ständig kommen neue Berichte von Vulkanausbrüchen, obwohl modernste Technologie die feuerspeienden Riesen weltweit rund um die Uhr überwacht. In Italien erwartet man schon seit Jahren, dass die Magmakammern des Supervulkans der Phlegräischen Felder jeden Moment die Erdoberfläche durchbrechen und die nahegelegene Millionenstadt Neapel in Angst und Schrecken versetzen. Trotzdem zieht es immer wieder Touristen zu den potenziell tödlichen Naturphänomenen. Die Neugierde und Abenteuerlust sind gerade einigen Touristen auf dem Mount Dukono in Indonesien zum Verhängnis geworden.
Deutsche Touristen auf Vulkantour
Laut Berichten des indonesischen Katastrophenschutzes kam heute Morgen zu einem gewaltigen explosionsartigen Ausbruch auf der Insel Halmahera. Mehrere Bergwanderer waren zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs auf dem Weg zum Krater des Dukono, obwohl der Vulkan für seine hohe Aktivität bekannt ist. Mehrere Videoaufzeichnungen der Bergwanderer und deren Führer kursieren zurzeit in den sozialen Medien, die zeigen, wie nahe die Touristen, darunter auch eine Gruppe aus Deutschland, dem Krater kamen, als dieser plötzlich mit schwarzem Rauch überzogen wurde. Die Touristengruppen ergriffen schlagartig die Flucht, aber für mehrere der Wanderer kam die Warnung, um ihr Leben zu rennen, zu spät.
Leichen können nicht geborgen werden
Nach Angaben der Rettungskräfte sind bisher drei Menschen bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um singapurische und indonesische Staatsbürger, deren Leichen allerdings aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation nicht geborgen werden können. Auch sollen mehrere der Bergwanderer bei der Flucht verletzt worden sein. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befanden sich laut einem Polizeisprecher neun Touristen und elf Bergführer in unmittelbarer Nähe zum Krater. Zwei deutsche Touristen konnten sich dank der Geistesgegenwärtigkeit ihres Bergführers in Sicherheit bringen. Ob sich Deutsche unter den Verletzten befinden, ist nicht bekannt. Zwei weitere Bergwanderer sind nach ihrer Rettung auf den Vulkan zurückgekehrt, um bei der Rettungsaktion beizustehen.