Trump hat Angst vor bevorstehendem Chaos

Der amerikanische Präsident nimmt es selten mit der Wahrheit genau, aber in den letzten Berechnungen der Experten müssen sie ihm recht geben. Der Welt steht eine Katastrophe bevor und laut Trump könnte das sich in ein unvorstellbares globales Chaos entwickeln. Die Rede ist von den fehlenden oder stark heruntergeschraubten Öllieferungen aus dem Nahen Osten. Laut dem amerikanischen Präsidenten sind die Vereinigten Staaten bald nicht mehr imstande, sowohl die eigene Bevölkerung als auch den Rest der Welt mit Öl und Gas zu versorgen. Hinzu kommen weitere Bedenken in Hinsicht auf die Qualität der Öllieferungen, die aus den Vereinigten Staaten exportiert werden. 

Globale Ölkrise steht unmittelbar bevor  

Die unerwartet ehrliche Aussage des Präsidenten kam in einem Treffen der G7-Länder in Frankreich im Juni dieses Jahres. Zu diesem Zeitpunkt warnte Trump, dass die globalen Ölreserven in etwa vier Wochen auslaufen würden.  Mit der unheilsbekündenden Aussage hatte der umstrittene Präsident natürlich einen Hintergedanken: Er wollte insbesondere die anwesenden Vertreter von NATO-Mitgliedsländern zu einer engeren Zusammenarbeit zwingen. In der Zwischenzeit wurde die heiß umkämpfte Straße von Hormus geöffnet und die dort festgehaltenen Ölfrachter konnten in Richtung ihrer Zielländer fortsetzen. Laut Angaben von Experten hat diese kurzfristige Eröffnung einer der wichtigsten maritimen Transportrouten der Welt einen Aufschub von etwa 17 Wochen gegeben. Danach steht wieder die Bedrohung eines gravierenden globalen Ölmangels an. Dabei wäre es von wenig Nutzen, wenn die Vereinigten Staaten ihre Ölproduktion erhöhen. Das amerikanische Rohöl eignet sich nämlich ausschließlich für herkömmliche Fahrzeuge und kann nicht industriell oder zum Beispiel im Flugverkehr genutzt werden. 

Trump hat Angst 

In dem gleichen Treffen hat Trump eine persönliche Sorge geäußert. Er habe Angst davor, dass er weltweit mit einem seiner Vorgänger verglichen werde. Dabei wies er auf den amerikanischen Präsidenten Herbert Hoover (1874–1964) hin, der für die „Great Depression“ und den Börsenkrach im Jahre 1929 verantwortlich gemacht wird. Für Trump sind deshalb ein Friedensvertrag mit dem Iran und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus dringend notwendig. Neuesten Berichten zufolge lassen sich die Iraner allerdings Zeit damit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Aus den Vereinigten Staaten kommen nämlich weitere beunruhigende Nachrichten: Den Amerikanern gehen die Waffen aus, mit denen sie nicht nur den Iran angreifen können, sondern auch die Verbündeten im Nahen Osten schützen können. 

Deutsche Probleme häufen sich 

Auch für Deutschland hätte eine globale Ölkrise weitreichende Folgen, die die augenblicklichen Probleme noch verschärfen. Aufgrund der augenblicklichen Dürre, die unter anderem den wichtigen Transportweg über den Rhein austrocknen lässt, sind die Preise an den Tankstellen bereits empfindlich gestiegen. Ein globaler Ölmangel könnte das Fass zum Überlaufen bringen.

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Alexander Grünstedt